Achte Etappe auf dem Hellweg

Nach der Nacht in der Blockhütte ging es bestens gelaunt zum Frühstück. Das gab es beim italienischen Restaurant auf dem Campingplatz. Nach Brötchen, Kaffee und Co ging es los.

Berlin. Knapp 90 Kilometer und bestes Wetter. Nach 100 Meter bemerkte Matze, das eine Speiche gebrochen war. Eine weitere war verbogen. So ging es nicht weiter, vor allem nicht mit Gepäck. In Plaue gab es – welch ein Glück – einen Fahrradladen, aber eine Hammerkopfspeiche war nicht vorrätig. Da alle weiteren Fahrradläden mindestens 8 Kilometer entfernt waren ließen wir den Kollegen vom Fahrrad Fritze mal improvisieren.

Nach etwas weniger als einer Stunde war es provisorisch vollbracht und wir konnten weiter, bzw. los in Richtung Berlin. Der freundliche Fahrrad Fritze aus Plaue hatte eine normale gebogene Speiche begradigt und als Notbehelf eingespeicht.
Zunächst wartete mit Brandenburg wieder ein wenig Stadt Getümmel auf uns. Im Anschluss wurde es ruhiger und wir folgten wie die Tage zuvor der Bundesstraße 1.

In Potsdam machten wir Pause, gönnten uns ein Kaffee aus der Bialetti und aßen eine Kleinigkeit.

Von Potsdam war man irgendwann in Berlin, beide Städte gingen mehr oder weniger schwimmend in einander über. Berlin erkannte man zunächst nur an den guten, breiten Radwegen. Falls der Radweg voll war, gab es noch eine Busspur und wenn die nicht reicht – fürn mich als Düsseldorfer – sehr sehr breite Straßen.

Da Berlin ne riesen Stadt ist, bedeutete es noch lange nicht das wir am Ziel waren. Trotz der guten Radwege und unserer anscheinend noch frischen Beinen dauerte es eine Weile bis wir in Friedrichshain ankamen.

Kurz vor unserem Tagesziel, brach eine der beiden Speichen an Matzes Hinterrad erneut. Die restlichen 800 Meter konnten wir schieben aber wie bekommen wir eine neue Speiche?

Ungefähr 10 Kilometer durch die Stadt gab es ein Laden der wohl Ahnung in den Bereich hat und auch die Speiche auf Lager. So ging es wieder ab auf die Esel, Matze leihte sich ein Rad und schnallte sich das Laufrad schnurstracks auf den Rücken.
Wir erreichten den Laden gerade noch rechtzeitig 1 Minute vor Ladenschluss und sie nahmen sich der Sache an. Ob es was wird sehen wir morgen um 10 Uhr. Vorher geht nix, also auch nicht unserer Tour weiter.

Den Abend trafen wir uns trotzdem mit Freunden welche gerade auch in Berlin waren und ließen den Abend auf dem Dach eines Kaufhauses ausklingen.

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