Langstrecke für Anfänger

Letzten Monat musste ich in die Nähe von Würzburg, genauer gesagt nach Schwarzach am Main. Wie komm ich da bloß hin? Das Auto stand schon dort. Bahn fahren? Das war doch dieses teure unzuverlässige Gefährt, nicht?

Das Fahrrad! Aber von Düsseldorf nach Würzburg sind mal eben 400 Kilometer. Für mich, für einen Tag doch eine Nummer zu viel. Lag meine maximal gefahrene Distanz bisher eher bei 160 Kilometer.

Glücklicherweise ergab sich dann eine Mitfahrtgelegenheit von Düsseldorf in die Nähe von Mainz, mit großem Kofferraum und viel Platz.

Die Route

Die grobe Streckenplanung ergab eine Distanz von 200 Kilometer und etwa 1.500 Höhenmeter. Langstrecke für Anfänger! Herausforderung angenommen. Ich war gespannt.

JugendstilBikes Langstrecke Streckenplanung

0km Zornheim
35km Darmstadt
50km Dieburg
75km Niedernberg
110km Freudenberg
140km Urphar
150km Holzkrichhausen
170km Höchberg
172km Würzburg
190km Dettelbach
200km Schwarzach

Streckenprotokoll

Kilometer 0. Morgens um 8:37 Uhr ging es los, erstes Tagesziel war die Fähre in Nierstein pünktlich zu erreichen. Es ging direkt mal auf feinstem Asphalt bergab, ein paar kleine Erhebungen machten die Beine wach und schon war man am Rhein 😉 . Kurz vorm Ziel sorgte eine rote Ampel für Spannung. Am Ende schaffte ich es im Moment der Abfahrt gerade noch auf die Fähre.

Kilometer 13. Auf der anderen Seite des Mains ging es zunächst am Deich entlang, vorbei an Wiesen und Feldern bis Darmstadt (Kilometer 35). Die Stadt kündigte sich an und die Idylle ließ mehr und mehr nach.
Darmstadt selbst war ganz nett, viele Gebäude aus den verschiedenen Epochen der langen Stadtgeschichte, der Marktplatz, das Ludwigsmonument, der Weißer Turm, das Schloßmuseum… da lohnt sich der Fotostop 😉

Kilometer 37. Über Mathildenhöhe ging es recht flott aus Darmstadt raus. Hinter Darmstadt ging es bis Dieburg durch die Wälder, immer auf aspahltierter Strecke aber mitten durchs Grün. Vorbei an ehemaligen Gruben aus der Zeit als noch Eisenerz zu Tage gefördert wurde. Manche wie die Prinz von Hessen Grube ist heute ein Badesee, andere wie die Grube Messel ein Naturdenkmal. Da Bergbau ja was mit Bergen zu tun hat, ging die Strecke auch auf 10 Kilometer moderat aber stätig auf und ab.

Kilometer 60. Erste Pause kurz hinter Langstadt. Kurz pinkeln, eben ne Banane essen, zwei drei mal durchatemen und die Landschaft genießen. Die Idylle am Waldrand war trügerisch, die Mücken fanden gefallen an mir und bevor es zu familiär wurde ging es wieder ab aufs Rad.

Kilometer 75. Niedernberg. Und siehe da mein Kumpel aus Mainz ist auch da. Zufall? Nein, natürlich bestens vorausgeplant. Fahrrad aus dem Auto, Trinkflaschen aufgefüllt und weiter ging es fortan zu zweit. Mein Plan die nächsten Kilometer gemütlich zu rollen und so etwas Kraft für die letzten Kilometer zu sparen ging nicht auf. Mein Mitfahrer glänzte mit bester Beinarbeit und so ging es im gewohnten Tempo weiter. Immer dem Main entlang.

Kilometer 105. Schwupp die wupp waren die geplanten 30 gemeinsamen Kilometer vorbei. Zu zweit radelt es sich einfach schneller. Weil es so gut lief legte der Kumpel noch 10 drauf. Kurz vorm Etappenziel forderte uns die Strecke noch etwas heraus. Ein Tor versperrte den Weg, aber der Umweg war nur ein kleiner.

Kilometer 115. Nach 40 gemeinsamen Kilometern, stoppten wir in Freudenberg und gönnten uns eine Pause. Gestärkt mit isotonischen Hopfengetränken – wir waren nun schließlich in Bayern – und leichtem Flammkuchen ging es weiter. Er die 40 Kilometer zurück nach Niedernberg und ich weiter Richtung Würzburg. Etwa 85 Kilometer lagen noch vor mir. Ich fühlte mich frischer als gedacht und grübelte wie es wohl noch wird.

Kilometer 143. Etwa 10 Kilometer hinter Wertheim, in Urphar drehte ich dem Main den Rücken zu und am Rande des Flusses ging es erstmal den Berg (bayrisch: leichte Erhebung) hoch. Spätestens jetzt war der isotonischen Flammkuchen in den Beinen angekommen. Über Landstraßen schlängelt sich der Weg weiter Richtung Würzburg. Einen kurzen Exkurs über Schotterwege brach ich wieder ab und entschied mich für Asphalt allerdings mit Autoverkehr.

Kilometer 158. Aspahltierte Wirtschaftswege, ruhige Sträßchen und Radwegweiser. Es ist der Wahnsinn. Dazu noch die schöne Landschaft. Doch plötzlich kommt diese Kreuzung ohne Wegweiser. Laut Navi/Streckenplanung hätte ich schon etliche Kilometer auf der etwas entfernten aber parallel verlaufenden Landstraße fahren müssen. Rechts der Weg versandet sichtbar im Feld, geradeaus führt den Hügel hoch und laut Navi ist dahinter Ende. Also entschied ich mich für links (zurück war nie eine Option). Es ging also geradewegs auf die besagte Landstraße.

Kilometer 162. Gar nicht so übel die Landstraße. War eine von den schnelleren. Am Ende ging es noch am Stau vorbei und wieder rechts ab auf den Wirtschaftsweg. Und siehe da ein Wegweiser. Es gibt also wohl noch einen anderen Weg.

Kilometer 170. Kurz vor Würzburg ging es dann noch mal durch den Wald, diesmal aber grober Schotter. Nach 170 Kilometern war noch mal etwas mehr Aufmerksamkeit gefragt, aber es ging pannenfrei weiter. Den Abstecher hoch auf die Festung Marieberg ließ ich aus. Am Ziel lockte der Grill, der Pool und die Family. Vielleicht war es aber auch der Hintern der unterbewusst entschieden hatte.

Kilometer 175. Würzburg selbst war wie jede größere Stadt kein Rennradparadies. Ampeln, Autos und Baustellen. Sieht man darüber hinweg ist es aber eine sehr schöne urige Stadt.

Kilometer 185. Direkt hinter Würzburg, in Rottendorf machte ich noch ein letztes mal Halt und füllte die völlig leeren Trinkflaschen wieder auf. Erfrischt ging es auf die letzten 15 Kilometer.

Kilometer 192. Der Zucker aus dem isotonischen Limozeug scheint zu wirken. Das letzte Stück rollt sich sehr leicht. Von Bibergau nach Dettelbach knackte ich dann doch noch ein Strava Segment und wurde mit 4:22 auf 3,1 Kilometer (42,7kmh) sogar 4. der Gesantwertung. Selbst das Kopfsteinpflaster konnte mich nicht stoppen 🙂

Kilometer 200. Geschafft. Irgendwie schon Stolz. Runter vom Rad, kurz allen Hallo sagen und ab in den Pool….

Zahlen

JugendstilBikes Langstrecke Strava

 

 

Durchschnittliche Geschwindigkeit 26,8 km/h
Pausen: 2
Energieriegel: 3
Bananen: 4
Trinken: 4,5 Liter Wasser, 0,5 Liter iso Hopfen

Fazit

200 Kilometer rollten sich leichter als gedacht. Wobei ich auf den ersten 80 Kilometern sehr darauf geachtet habe ein gemütliches Tempo zu fahren und keine Bestzeiten in den Asphalt zu brennen. Später rollte man dann automatisch im moderaten Tempo. Ankommen war das Ziel und meine grobe Planung mit 25km/h könnte ich deutlich überbieten. Dank der guten Streckenplanung gab es kein nennenswerten Zeitverlust durch Umwege oder Irrfahrten. Keine Panne und auch keine körperlichen Probleme. Zu dem hatte ich 40 Kilometer Begleitung und freute mich aufs Ziel.

Ich denke es wären auch noch mehr Kilometer möglich gewesen. Bei 300 Kilometern macht es wahrscheinlich Sinn nicht alleine zu fahren, so hat man mal jemanden zum Quatschen und man kann sich die Arbeit am Wind teilen. Mein Erstes Problem wäre wahrscheinlich der Hintern geworden, aber auf den 200 Kilometern lief alles glatt.

Ardennen Tour – 6. Tag

Nach dem Frühstück hieß es zum letzten Mal auf dieser Tour Tasche packen, Räder satteln und Kette rechts. Auf dem Programm stand die Strecke Koblenz-Düsseldorf, ca. 130 flache Kilometer.

Bis auf ein paar Kurven folgten wir dem Rhein flussabwärts. Es rollte sich gut an und wir kamen – sofern niemand den Radweg blockierte – zügig voran. Wenn man die Strecke und ihre Bögen und Umwege kennt, kann man auch hier viel Zeit sparen. So überholten wir Ansässige gleich mehrfach da wir pflichtbewusst den Radwegweisern folgten während sie sich auf Ortskenntnisse verlassen konnten.

Das Wetter war heute überwiegend bedeckt, sogar ein paar Regentropfen schafften es uns zu treffen. Die Regenjacken schafften es aber nicht aus den Fahrrdtaschen. So dienten sie auf der gesamten Tour letztendlich nur dem sicheren Gefühl kamen aber nie zum Einsatz. Lieber so als anders herum. Zurückblickend hatten wir extremes Glück mit dem Wetter wenn man bedenkt, dass es vor einer Woche noch 4 Grad hatte.

Um so näher man Köln kam, um so mehr Fabriken säumten den Wegrand, Radwege verliefen weniger optimal und Ampelstopps nahmen zu.

In Köln stoppten wir für unsere letzte Kaffee & Bananenpause und nahmen gestärkt die letzten etwa 50 Kilometer in Angriff. Wohlgemerkt war das unsere erste und einzige Pause seit Koblenz an diesem Tag… die Sehnsucht nach Familie und Heimat verleite uns die nötige Ausdauer.

Um so näher man sich dem Ziel nähert und Ortsschilder einem vertrauter werden, um so leichter tritt sich die Pedale und schwuppdiewupp waren wir in Düsseldorf.

Hier trennten sich unsere Wege. Matze zog es weiter mit der Tram nach Krefeld während Gino noch ein paar Kilometer bis nach Hause auf dem Rad vor sich hatte. Eine tolle Tour aber nun freuen wir uns auf eine heiße Dusche.

Ardennen Tour – 4. Tag

Das Frühstück war so fürstlich das wir es erst um 9:30 auf die Räder geschafft haben.

Ausreichend gestärkt ging es auf die Piste. Heute stand flach und kurz (85 Kilometer) an. Für uns einmal eine Gelegenheit zu relaxen. Es rollte sich ganz gut aber der Gegenwind ließ uns heute nicht aus den Augen.

Nach 60 Kilometer machten wir eine Kaffeepause in Detzem. Am Sonntag ist es schwer Proviant zu besorgen, deshalb gab es nur mitgebrachte Power-Riegel und Äpfel. Die Strecke nach der Pause zog sich. Der Wind und diese ständigen Radweg-Schleifen an Gasthaus A und Gasthaus B vorbei nervten. Am Ende legten wir noch mal ein Zielsprint ein und erreichten unser Gasthaus in Bernkastel-Kues nach etwa 90 Kilometern.

ADFC Sternfahrt 2016

Am 8. Mai 2016 findet die 4. ADFC-NRW Sternfahrt und die 9. ADFC Düsseldorf Sternfahrt statt. Die Sternfahrt ist die Gelegenheit mit Einrad, Rennrad, Trekking-Rad, Lastenrad, Tandem oder anderem Gerät der Gattung „Fahrrad“ auf die Straße zu kommen und durch NRW und/oder Düsseldorf zu radeln.

Startpunkte in NRW

Gestartet wird in ganz NRW ob aus dem „hohen Norden“ in Wesel, aus Dortmund, Köln oder Mönchengladbach, fast jeder NRWler findet einen Startpunkt in der Nähe. Die Routen führen aus den jeweiligen Städten nach Düsseldorf.

Sternfahrt Startpunkte 2016

Alle Strecken und Routen findet ihr auf der ADFC Webseite zur Sternfahrt.

Startpunkte in Düsseldorf

  • Aquazoo, 14.10 Uhr
  • Barbarossaplatz, 14.00 Uhr
  • Benrath S-Bahnhof, 14.00 Uhr
  • Eller Rathaus, Gertrudisplatz, 14.15 Uhr
  • Gerresheim, Neusser Tor, 13.45 Uhr
  • Kaiserswerth, Klemensplatz 13.45 Uhr
  • Staufenplatz, 14.15 Uhr
  • Werstener Deckel / Werstener Dorfstraße, 14.20 Uhr

Die gemeinsame Abschlussrunde in der Innenstadt startet um 15 Uhr am Oberbilker Markt.

Die gesellige Ausfahrt mit Startpunkten in ganz NRW und dem Finale rund um die Düsseldorfer Innenstadt – inkusive Reinufer-Tunel und Kö-Bogen Durchfahrt – ist die Gelegenheit für ein fahrradfreundliches NRW zu demonstrieren.

jugendstilBikes Sternfahrt Karte Düsseldorf 16

Die Forderungen

  • Radschnellwege und gute Hauptrouten quer durch unsere Städte
  • Breite Radfahrstreifen oder Tempo 30
  • Freie und unverparkte Radwege
  • Fahrradparkanlagen in allen Stadtteilen
  • Lebenswerte Innenstädte mit Platz für Fußgänger und Radfahrer/innen

Macht mit, ruft es in die Welt hinaus und vielleicht schafft es ja der ein oder andere sinnvolle Fahrradweg auf die Straßen von Düsseldorf!

Weitere Links

 

Fahrradtour mit Google und GPSies planen

Entweder fährt man einfach drauf los oder man plant seine Fahrradtour vorab. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Auf mehrtägigen Strecken innerhalb eines begrenzten Reisezeitraums kann eine gute Tourenplanung viel Ärger und Unterbrechungen ersparen, so dass man mehr Zeit fürs wesentliche, das Radfahren, hat. Im Folgenden erklären wir euch wie ihr relativ schnell und einfach eure Fahrradtour planen könnt.

Schritt 1: Vorplanung

Strecke mittels Google Maps vorplanen. Google bietet die Möglichkeit Fahrradwege einzublenden und oft ist auch das Routing über Fahrradwege und geeignete Straßen möglich.

Über die Routingfunktion von Google Maps kann man Etappe für Etappe eintragen, die Route ggf. anpassen und Entfernungen, so wie Höheninformationen erhalten.

Schritt 2: Detailplanung

Wenn die Route steht, können die Etappen in Google MyMaps übertragen werden. Über MyMaps hat man des weiteren die Möglichkeit zusätzlich Informationen, wie z.B. Marker für die gebuchten Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten oder andere POIs hinzuzufügen. Ist die Strecke ausreichend ausgeschmückt kann die MyMaps Karte als KML Datei exportiert werden.

Schritt 3: Feinschliff

Nun kann man die KML Datei auf GPSies.com hochladen. Nach dem Hochladen berechnet GPSies die Höheninformationen der Strecke und zeigt diese in einem Graphen Streckenbezogen an.

Durch die verschiedenen Hintergrundkarten (u.a. OpenCycleMap, OpenStreetMap, Sigma Cycle, Hike Bike) kann man sich nun Details wie Radwanderwege, Schutzhütten und Topographie anzeigen lassen.

Möchte man die Strecke nun doch am Berg vorbei oder auf den Radwanderweg verlegen kann man die Strecke in GPSies bearbeiten. Entweder man verschiebt eben ein paar Wegpunkte oder löst größere Sammlungen auf und plant Teilstrecken neu. Nach etwas Eingewöhnung geht beides leicht von der Hand.

Schritt 4: Export

Die fertige Strecke kann aus GPSies in den gängigsten Formaten (u.a GPX, TCX,KMZ, IBEX) heruntergeladen werden und auf den Fahrradcomputer oder das Smartphone geladen werden. Auch der Export einer Streckenübersicht als PDF ist möglich.

Fazit

In wenigen Schritten lässt sich eine längere Fahrradtour einfach planen. Durch Zusatzinformationen wie Radwege, Topographie, Werkstätten, Schutzhütten, Satellitenbilder uvw., kann man seine Tour auch ohne Ortskenntnisse gut planen und erspart sich analoge Karte und Navigationschaos 😉

Wer auf etwas Komfort was das Routing von Google angeht verzichten kann, der hat die Möglichkeit die Fahrradtour von Anfang an bei GPSies zu planen und Wegpunkt für Wegpunkt manuell an zu legen.

Tipp

Wenn ihr auf der Suche nach einer Tagestour seid, probiert mal die Suche von GPSies aus, dort findet ihr eine Vielzahl an Strecken unterschiedlicher Längen. Einfach im gewünschten Format runterladen, auf den Fahrradcomputer laden und abfahren!

JugendstilBikes Fahrradtouren planen GPSies

Teilstück des Radschnellweg RS1 wird erföffnet

Heute wird ein weiteres Teilstück des Radschnellwegs Ruhr zwischen Mühlheim und Essen eröffnet. Mit dem neuen etwa 5 Kilometer langen Teilstück sind nun 11 Kilometer des in Zukunft 101 Kilometer langen Radschellweg befahrbar.

jugendstilBikes Radschnellweg Ruhr RS1 Map

Die Strecke führt zwischen Duisburg und Hamm teilweise entlang der alten Trasse „Rheinischen Bahn“ welche Ende 2002 stillgelegt und seit 2009 zu einem Geh- und Radweg ausgebaut wurde und nun als Radschnellweg Pendler zügig durchs Ruhrgebiet führt.

Ziel ist das „komfortable und zügige Fahrardfahren auch über längere Distanzen zu ermöglichen“, so der ADFC

Der komplette Radschnellweg Ruhr soll 2020 fertiggestellt werden und von Duisburg bis Hamm führen. Auf vier Meter breiten, vom Fußweg getrennten und möglichst kreuzungsfreien Strecke kann man dann durch das Ruhrgebiet pendeln.

Breits 2013 gewann u.a. Düsseldorf den Planungswettbewerb für den 30 Kilometer langen Radschnellweg von Langenfeld/Monheim vorbei an Düsseldorf nach Neuss. Geplant war ein Baustart frühstens 2017, im Herbst diesen Jahres im März 2016 soll (Update 02.12.15) die wissenschaftliche Machbarkeitstudie fertig gestellt werden 😉

JugendstilBikes_RadAutobahn


 

Bildquellen: www.rs1.ruhr und Stadt Monheim

Radweg für die Klever Straße

Im Dezember 2014 haben wir bereits über die Klever Straße berichtet. Auf Nachfrage teilte uns die Stadtverwaltung Düsseldorf mit, dass für 2015 Detailplanungen und politische Entscheidungen, um die Radwegsituation auf der Klever Straße zu verbessern, geplant seien. Wir haben noch mal nachgefragt und es geht scheinbar voran.

„Für den Straßenzug Klever Straße / Jülicher Straße hat das Amt für Verkehrsmanagement zwischenzeitlich eine Entwurfsplanung erstellt. Die Planung sieht beidseitig Radfahrstreifen vor“

Zu den beidseitigen Radfahrstreifen sollen die Kreuzungsbereiche angepasst werden um dem Radverkehr das Abbiegen zu ermöglichen. Vor der Umsetzung liegt aber noch ein langer Weg. Die Fachgruppe Radverkehr – setzt sich hauptsächlich zusammen aus „fachkundigen Mitarbeitern des Amtes für Verkehrsmanagement“, Vertretern der Ratsfraktion, des ADFC und des VCD – bespricht sich zur aktuellen Planung abschließend am 16. September 2015 und legt diese der zuständigen Bezirksvertretung 1 und dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss zur Beschlussfassung vor.

„Mit der abschnittsweisen Umsetzung soll in 2016 begonnen werden“

Wir sind gespannt und beobachten das Thema weiter. Gerade wenn unter anderem durch die Fachhochschule das Radverkehrsaufkommen zunimmt, wird sich der Radfahrer freuen, wenn nicht schon hinter der ersten Kreuzung nach der Fachhochschule der Radweg sein Ende hat.

Stadtradeln 2015

Letztes Jahr landete Düsseldorf beim Stadtradeln mit 397.048 „geradelten“ Kilometern auf Platz 10 (von 283 Kommunen). Auch dieses Jahr ist Düsseldorf bei der bundesweiten Fahrrad- und Klimaschutzkampagne „Stadtradeln“ dabei und möchte noch besser abschneiden als im Vorjahr.

Wer letztes Jahr schon dabei war kann sich wie gewohnt auf www.stadtradeln.de anmelden, ein Team gründen oder sich einem Team anschließen und vom 10. bis 30. September fleißig Kilometer sammeln. Alle Neuentdecker müssen sich kurz registrieren und können dann loslegen und das Stadtradelportal kennenlernen.

Wer beim Stadtradeln auf schlechte Radwege stößt, den Radweg aufgrund von Parkenden Autos oder anderen Hindernissen nicht mehr befahren oder gar sehen kann der hat die Möglichkeit auf der Internetseite der Stadt Düsseldorf eine Radwege-Meldung ab zu setzten – das geht natürlich auch unabhängig vom Stadtradeln.

Vielleicht bewegt solch eine Marketing Maßnahme ja den ein oder anderen Autofahrer aufs Rad umzusteigen. Eine gute Radweg-Infrastruktur würde aber glaub ich mehr schaffen als solch eine 3 Wochen kurze Weltverbesserungsaktion 😉

Radwegmaßnahmen in Düsseldorf

In den Sommerferien werden im Rahmen der „Förderung des Fahrradverkehrs“ verschiedene Radwegmaßnahmen umgesetzt. So wird unter anderem in Wittlaer am Ostufer des Rheins ein neuer Geh-und Radweg gebaut. Der neue Weg führt vom bereits „ausgebauten“ Leinpfad bis zur Stadtgrenze von Duisburg an den Roßpfad. Der knappe Kilometer soll ab Juli gebaut werden und bis Oktober fertig sein. Die Kosten belaufen sich auf 593.000 Euro.

Weitere Maßnahmen

Nierrheinstraße, Lohhausen
Im Rahmen des Ausbaus der Niederrheinstraße werden auch Radwege neu angelegt.
Bauzeit: Juli bis November
Kosten für den gesamten Ausbau: 400.000 Euro.

Kopernikusstraße, Himmelgeist
Auf dem Grünstreifen zwischen der Himmelgeister Straße und der Merowingerstraße werden etwa 28 Fahrradständer aufgestellt.
Bauzeit: Juli bis August 2015
Kosten: 16.000 Euro

Feuerbachstraße, Bilk
Gegenüber den Häusern mit der Hausnummer 32 und 58 werden 20 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder montiert.
Bauzeit: Juli bis August 2015
Kosten: 5.000 Euro

Bürgerbeteiligung zum Radhauptnetz

Wie es insgesamt mit dem Radverkehrs in Düsseldorf weitergeht wird heute Abend um 19 Uhr im Luisen-Gymnasium auf der Bastionstraße 24 in Düsseldorf im Rahmen der „Bürgerbeteiligung zum Radhauptnetz“ öffentlich diskutiert.


Quelle: Stadt Düsseldorf

 

Copenhagenize Index 2015

Die Jungs und Mädels von „copenhagenize.eu“ haben das aktuelle Ranking der fahrradfreundlichsten Städte veröffentlicht. Der „Copenhagenize Index“ bewertet den Aufwand den eine Stadt leistet um wieder Fahrrad freundliche zu werden oder dies zu bleiben.

Das Ranking

Im Folgenden der Copenhagenize Index für 2015, in eckigen Klammern die Platzierung aus 2013:

1 / [2] Kopenhagen (Dänemark)
2 / [1] Amsterdam (Niederlande)
3 / [3] Ütrecht (Niederlande)
4 / [neu] Straßburg (Frankreich)
5 / [8]Eindhoven (Niederlade)
6 / [9] Malmö (Schweden)
7 / [6] Nantes (Frankreich)
8 / [5] Bordeaux (Frankreich)
9 / [7] Antwerpen (Belgien)
10 / [4] Sevilla (Spanien)
11 / [17] Barcelona (Spanien)
12 / [16] Berlin (Deutschland)
13 / [new] Ljubljana (Slowenien)
14 / [new] Buenos Aires (Argentinien)
15 / [10] Dublin (Irland)
16 / [new] Wien (Österreich)
17 / [20] Paris (Frankreich)
18 / [new] Minneapolis (USA)
19 / [15] Hamburg (Deutschland)
20 / [13] Montreal (Kanada)

Die Kategorien

Das Ranking basiert auf einer Bewertung anhand der folgenden 13 Kategorien:

Interessenvertretung
Wie viel Einfluss haben nicht Regierungsorganisationen auf die Politik der Stadt?

Fahrradkultur
Wie verbreitet ist das Fahrrad bei den Bürgern? Wird es von vielen genutzt oder eher nur von wenigen? Fortbewegungsmittel oder Sportgerät?

Fahrrad Einrichtungen
Gibt es leicht zugängliche Fahrradständer, Rampen auf Treppen, Platz in Zügen und Bussen?

Fahrrad Infrastruktur
Wie gut ist die Fahrradinfrastruktur in der Stadt? Teilt der Radverkehr sich die Straße mit den Autos, gibt es getrennte Radwege / Radschnellwege?

Leihräder
Gibt es in der Stadt Leihräder und in welchem Umfang?

Geschlechterverteilung
Wie viel Prozent der Radfahrer sind weiblich und wie viel männlich?

Radverkehr /Gesamtverkehr
Wie viel Anteil hat der Radverkehr am Gesamtverkehr?

Radverkehr/Gesamtverkehr seit 2006
Wie hat sich der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr seit 2006 entwickelt?

Wahrnehmung von Sicherheit
Wird das Radfahren in der Stadt als sicher wahrgenommen – basiert auf Helmtragequoten – oder fühlen sich Radfahrer von „Helm“-Kompagnen eher verunsichert?

Politik
Wie ist das politische Klima in Bezug auf Radfahrer in der Stadt? Wird auf politischer Ebene überhaupt nicht über Fahrradfahrer gesprochen? Gibt es das Thema auf der Tagesordnung oder wird es sogar leidenschaftlich Verfolgt?

Gesellschaftliche Akzeptanz
Wie wird das Fahrrad von anderen Bürgern und Verkehrsteilnehmern akzeptiert?

Stadtplanung
Wie viel Gewicht setzten Stadtplaner auf Fahrrad-Infrastruktur und wie gut sind sie über internationale „Best-Practice“ informiert?

Verkehrsberuhigung
Wie viel Anstrengungen gab es niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzungen durchzusetzen (z.B. 30er Zonen)?


Mehr zum Copenhagenize Index auf http://copenhagenize.eu/index/