Cycling World Düsseldorf

Am kommenden Wochenende trifft man sich zu feinster Radkultur auf dem Aral Böhler in Düsseldorf. Die Cycling World lädt zum ersten Mal zur Messe rund ums Fahrrad. Allein aufgrund der Location lohnt sich schon der Besuch aber jetzt  ist die Hütte auch noch voll mit feinstem Fahrradzeuchs.

Die Aussteller Liste ist lang und eine bunte Mischung durch die verschiedenen „Genres“ der Radkultur. Von Urban über Road bis zu Maßarbeit findet man alles was das Herz begehrt. Von einigen Austellern konntet ihr hier schon lesen: Bakfiets.nl, Brooks, Cobi, Melon Helmets, Fahrer Berlin, Ortlieb, Pro Cycling Trumps, Schicke Mütze, Tex-Lock, Urbam Bamboo Bikes.

Neben dem typischen „Messekram“ gibt es ein mega Rahmenprogramm mit Literatur, Film und jeder Menge Aktivitäten auf dem Rad:

Cargobike-Challenge, Frikandel Tour, Bike-Testing, Offroad-Track, Cyclocross Race, Social-Ride,  …

Wichtig: für die Aktivitäten müsst ihr euch vorab registrieren auf der Eventseite registrieren!

Wir selbst haben keinen Stand aber trainierte Beine 😉.
So werden wir am Samstag unsere Runden über die Messe drehen und die Augen für euch offen halten. Seid gespannt!

Wer am Wochenende noch nix vor hat, kommt am besten einfach vorbei, keine Sorge es wird spaßig sportlich!

Wann?

25. und 26. März 2017
10-18 Uhr

Wo?

Areal Böhler
Hansaallee 321
40549 Düsseldorf

Tickets?

Tagesticket 10€ / 6€ ermäßigt
Wochenendticket 15€ / 10€ ermäßigt

 

Strade Bianche 2017

Lust auf Toskana? Am ersten Wochenende im März 2017 findet die 11. Strade Bianche in Siena statt. Die perfekte Gelegenheit um ein wenig Staub aufzuwirbeln. Am Sonntag den 5. März wartet eine Mischung aus befestigter (3/4) und unbefestigter (1/4) Straße auf euch und euren Renner. Die Idealllinie wird am Tag zuvor von den Profis in den Kies gedrückt. Ist quasi warm gefahren 😉

Angeboten werden zwei Distanzen, der „Gran Fondo“ mit 127 Km und 1350 Hm und der Medio Fondo 74,5 Km und 950 Hm. Wenn ihr noch vor März zuschlagt, liegt die Startgebühr bei 55 Euro.

Gran Fondo

Strade Bianche, 127 Km, 1350 Hm, 8 Schotter Sektoren (grau, 30,5 Km)
127 Km, 1350 Hm, 8 Schotter Sektoren (grau, 30,5 Km)

Medio Fondo

Strade Bianche, 74,5 Km, 950 Hm, 6 Schotter Sektoren (grau, 20,5 Km)
74,5 Km, 950 Hm, 6 Schotter Sektoren (grau, 20,5 Km)

Wer zwar Lust auf die Toskana hat, aber keine Lust auf die ganzen Carbonschleudern der sollte einfach am 1. Oktober 2017 zur L’Eroica fahren.

Mythos Tour de France im NRW-Forum

Passend zum Tour Start im Juli 2017 stellen Andreas Gursky, Robert Capa, Harry Gruyaert, Richard Kalvar, John Vink, Guy Le Querrec, Laurent Cipriani und Philipp Hympendahl ihre großartigen Bilder rund um das wichtigste Radrennen der Welt im NRW-Forum in Düsseldorf aus.

Die Ausstellung zeigt neben dem Glanz der Tour auch die Schattenseiten und erzählt die Geschichten hinter den großen Ikonen des Radsports.

Mythos Tour de France
Laufzeit:  19. Mai bis 23 Juli 2017
Eröffnung 18. Mai 2017, 19 Uhr
NRW-Forum Düsseldorf


(c) Philipp Hympendahl

Wer auf den Geschmack gekommen ist, aber nicht bis Sommer 2017 warten mag, dem empfehlen wir wärmsten den Bildband „Momente des Radsports“ (Beyond the finish line). Urheber der Bilder ist der, ebenfalls an der „Mythos der Tour de France“ Austgellung teilnehmende, Düsseldorfer Fotografen Philipp Hympendahl, HEEL Verlag, 29,95 Euro.

Ist ja wohl auch bald wieder dieses Weihnachten 😉

Tour de France 2017: Die Strecke

Am 01. Juli 2017 startet die 104. Tour de France hier in Düsseldorf. Der Verlauf der 1. und 2. Etappe war zum größten Teil schon länger bekannt, seit gestern ist der gesamten Verlauf der Tour de France veröffentlicht.

Der Grand Départ

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Etappe 1, Einzelzeitfahren Düsseldorf

Die Tour startet mit einem 13 Kilometer langen Einzelzeitfahren. Los geht es an der Messe, weiter über den Rhein nach Oberkassel und über die Rheinkniebrücke zurück durch Carlstadt und Altstadt zur Messe.

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Etappe 2, Düsseldorf – Lüttich

Die 2. Etappe startet am Sonntag den 02. Juli 2017 direkt am Burgplatz in der Altstadt. Von dort führt der zunächst neutralisierte Kurs am Rhein entlang bis in den Hafen. Nach 9 wertungsfreien Kilometern startet die Etappe auf der Kaiserstraße und führt auf dem Kurs des Race am Rhein zur Bergwertung nach Grafenberg. Nach den ersten Punkten geht es weiter Richtung Erkrath und über Mettmann und Ratingen wieder zurück nach Düsseldorf. Von dort geht es weiter durch Jülich, Mönchengladbach und Aachen nach Lüttich. Quasi unsere 1. Etappe auf der Ardennen Tour dieses Jahr 🙂

Alle Etappen in der Übersicht

2017 warten 21 Etappen und 3516 Kilometer auf die Profis. Es werden 4 Länder unter die Reifen genommen und 10 neue Etappenorte angefahren.

Streckenverlauf als Karte

(c) A.S.O.

Tabellarische Übersicht

(c) A.S.O.
(c) A.S.O.

Höhepunkte

Bergetappen

Neben dem Spektakel rund um den Grand Départ in unsere Heimatstadt erwarten die Fahrer auch auf der Strecke wieder zahlreiche Höhepunkte. Zwar sind weder der Mont Ventoux noch Alpe d’Huez im Streckenprogramm aber dafür geht es sehr französische ins Gebirge. Die 104. Auflage der Tour de France passiert nach 25 Jahren erstmals wieder alle fünf französischen Bergregionen (Vogesen, Jura, Pyrenäen, Zentralmassiv, Alpen).

jugendstilBikes Gebirgsregionen Frankreich

Königsetappe

Die Königsetappe wird bereits in der 9 Etappe auf dem Weg von Nantua nach Chambéry gefahren. In den Höhen des Jura Massivs geht es gleich auf drei Gipfel; Col de la Biche, Grand Colombier und Mont du Chat. Die Profis dürfen sich somit auf 181 Kilometer und mehr als 4600 Höhenmeter freuen… und das auf an einem Sonntag 😉

Zum Abschluss der Bergetappen gibt es in der 18. Etappe auf dem Weg von Briancon nach Izoard (178 Kilometer) zum ersten Mal eine Zielankunft auf dem Gipfel des Col d’Izoard.

Col d'Izoard, Stefan Brunker CC3.0
Col d’Izoard, Stefan Brunker CC3.0

Einzelzeitfahren

Aber auch im Flachen lohnt sich ein Blick auf die Etappen, insgesamt warten 9 Flachetappen auf die Fahrer und zwei Einzelzeitfahrten. Letztere finden zu Beginn in Düsseldorf (Etappe 1, Länge 13km) und zum Abschluss in Marseille (Etappe 20, Länge 23km) statt.

Race am Rhein 2016 – fröhliches heizen durchs Dorf

Am vergangenen Sonntag brach das Chaos aus, wilde verrückte Radsport besessene in Lycra eingepackte Menschen heizten durch Düsseldorf und das Umland. Und das schlimmste, man kam mit dem Auto nicht zum Rhein um spazieren zu „gehen“.

So oder so ähnlich sagt es dann wohl der Anwohner der, aufgrund des Jedermannrennens „Race am Rhein“ und der anderen Rennen, sein Auto um parken musste oder nicht wie gewohnt durch die Stadt fahren konnte. Für mich, ebenfalls Autobesitzer und Anwohner und von der Sperrung betroffen, war es ein sehr, sehr geiler Tag. Mit dem Fahrrad und zu Fuß kam man überall hin.

Mein Ziel war Startblock „E“. Um kurz vor Zwölf rollte der Block los und machte sich auf die Spur der Tour. 46 Kilometer durch Düsseldorf, Erkrath, Ratingen und Mettmann. Zusammen mit Carsten von der Schicken Mütze ging es bestens gelaunt durch den Kö-Bogen-Tunnel – was ein Sound wenn so ein Haufen Freiläufe im Tunnel summen. Wir kämpften uns durchs dichte Fahrerfeld und nach x Kilometern wartet die Bergwertung an der Rennbahn auf uns. Motiviert durch Schicke Sprühkreide ging es flott den Hügel hoch.

Hinter Gerresheim trafen wir noch Maria und so war unser Gruppetto geformt. Im Neandertal hatten wir dann die ersten Fahrer aus Startblock A überholt und traten weiter fleißig in die Pedale. Carsten gab den Takt an und wir folgten. An der Strecke feuerten uns immer mehr Leute an – gerade außerhalb Düsseldorfs nahm das Publikum zu. Auf der Strecke traf man – neben haufenweise – Carbon, auch auf feinen, klassischen Stahl und exoten a la FatBikes, Trekkingrad und MTB. Ab Mettmann hatte sich ein etwas größeres Grüppchen geformt und so war man meistens von den gleichen Fahrern umgeben. Gegenseitig heizte man sich weiter an.

Wer schnell fährt ist auch schnell wieder zurück nach etwa einer Stunde war man im Innenstadtbereich. Bremstraße, Kleverstraße, noch mal durch den Kö-Bogen Tunnel und eine Schleife über die Berliner-Allee ins Ziel. 01:14:52 lautet die offizielle Zeit und so kamen wir nur 8 Minuten nach den ersten Fahrern ins Ziel.

Voll zufrieden und bestens gelaunt ging es nach dem Gedrängel im Nachzielbereich noch zur Steinstraße auf ein Espresso danach zum Stand der Schicken Mütze.

jugendstilBikes.de Race am Rhein Finisher

Fazit

Hat Spaß gemacht! Danke Maria, Danke Carsten, Danke an alle die aus dem Event ne Party gemacht haben! Sehr schöne, breite Strecke mit netten Herausforderungen. Aus meiner „Radfahrersicht“ eine gelungene Veranstaltung. Gerade in Düsseldorf hätte ich mit mehr Groupies an der Strecke gerechnet aber zum Tour Start 2017 können wir ja einfach eine Schüppe drauf legen. Und beim hoffentlich nächsten Jedermann Rennen sind die Straßenränder dann Rand voll mit Publikum 😉

Das Feedback zur „Organisation drum herum“ (Information der Anwohner) ist glaub ich zu genüge bei der Stadt eingeprasselt und für den Grand Depart und das was noch kommen mag, sind reichlich Verbesserungsvorschläge genannt wurden. Mein persönlicher Tipp, seit offen für neues und hört mal was im Dorf so abgeht.

Das sagt das Web:

TOUR Magazin 19.06.2016: Generalprobe für die Tour de France in Düsseldorf, 3.500 Jedermänner testen die Tour-Strecke

Schicke Mütze, 20.09.2016: Das hat doch mal gerockt – Die Mütze und das Düsseldorfer Radsportwochende

1. Düsseldorfer Radsporttag

Im Vorfeld des Tour de France Grand Depart 2017 wird am kommenden Sonntag, den 18.09.2016, richtig in die Pedale getreten. Der 1. Düsseldorfer Radsporttag steht an.

jugendstilbikes.de Radsporttag Race Am Rhein Flyer

Insgesamt gehen bei 13 Rennen mehr als 4.000 Radfahrer an den Start. Neben dem Jedermann Rennen „Race am Rhein“ auf der original Strecke der Tour de France 2017, findet am Sonntag den 18. September morgens früh schon das Bundesliga Rennen der U19 und U23 Nachwuchsfahrer statt. Rund 350 der besten Nachwuchsfahrer kämpfen um Punkte in der Bundesliga-Gesamtwertung. Zum Start des Jedermann-Rennens findet ebenfalls das traditionsreiche Rennen „Rund um die Kö“ statt. Hier gehen rund 500 Lizenzfahrer auf die Strecke. Auch die Kids kommen bei der Kinderrennserie „Petit Depart“ zu ihrem Rennspaß.

Neben den Rennen gibt es auf der Steinstraße eine Veranstaltungsmeile auf der verschiedene Aussteller die neuesten Radtrends präsentieren. Am Promotionstand des Grand Départ Düsseldorf kann man die 1. Etappe der Tour de France 2017 als Virtual-Reality-Fahrt nachfahren oder sich schon mal die ersten original Tour de France Fan-Artikel zum Tour Start 2017 in Düsseldorf  zulegen. Gegen Hunger und Durst wird an verschiedenen Ständen Crêpes und Co angeboten und auch für Musik ist gesorgt.

Die Jungs & Mädels von der Schicken Mütze und Fixedpott laden ebenfalls am Sonntag zum Fixed Gear Rennen. Bahnrad, starrer Gang und keine Bremsen.

„Diese Rennen sind der Punk-Rock des Radsports, großes Kino garantiert. Rock’n’Roll Racing“ (C. Wien, Schicke Mütze)

jugendstilbikes.de Radsporttag #thisisnotpottcrit Track

Wer mit fahren will kann sollte sich zügig anmelden, die Startplätze sind limitiert. Alle anderen kommen einfach vorbei und gucken sich das Spektakel an.

Letzteres gilt natürlich auch am Sonntag, kommt raus, kommt an die Strecke und feuert die Sportler an und macht aus dem Rennen ein Fest!

Weitere Infos:

This is not Pottcrit
Schicke Mütze
Grand Départ
Race am Rhein

Stadtradeln 2016

Dieses Jahr wird in Düsseldorf zum dritten Mal im Rahmen der Aktion „Stadtradeln“ vom Klima-Bündnis für den Klimaschutz geradelt. Vom 10. bis zum 30. September findet das Stadtradeln in der Landeshauptstadt statt.

Zurzeit sind schon über 125 Teams mit über 1200 Radfahrern für Düsseldorf am Start. Wenn ihr auch Lust habt könnt ihr auf der Stadtradeln Webseite anmelden und eine Gruppe gründen, sich einer Gruppe anschließen oder alleine Radeln. Teilnehmer aus dem vorherigen Jahr können einfach ihren bisherigen Zugang wiederverwenden.

Im vergangenen Jahr schaffte es Düsseldorf bundesweit auf den 12. Platz (Platz 10 in 2014). 458 634 Kilometer wurden in den Asphalt gebrannt bzw. 66.043 Tonnen CO2 eingespart. Neben dem positiven Effekt fürs Klima, soll mit der Aktion zum Radfahren motiviert werden. Möge so manch ein neuer Radfahrer dem Radfahren treu bleiben…

Fazit 2016

Am Ende waren es 540km und 77kg CO2 die ich in den drei Wochen erfahren konnte (Vlg. 2014: 126km, 18kg). Das Team Schicke Mütze hat laut aktuellen Einträgen insgesamt 6.738km und 957kg CO2 erfahren und liegt damit auf Platz 25 im Ranking für Düsseldorf. Ansonsten hab ich das Thema Stadtradeln kaum bemerkt,  etwas mehr mediale Präsenz lockt vielleicht auch mehr aufs Rad. So kommt es mir vor als „stadtradeln“  scheinbar doch nur die „eh schon Radfahrer“.

Sonntags um sieben ist die Stadt noch in Ordnung

Gestern rollten die Profis auf der letzten Etappe der Tour de France 2016 und nun ist die nächste Etappe schon der Grand Depart 2017 in Düsseldorf. Mehr und mehr bricht das Tour Fieber in der Stadt aus. Vor zwei Wochen lud die Schicke Mütze zur Klassikerausfahrt im Rahmen des Frankreichfests ein. Weniger Rennen mehr Genuss und Leidenschaft. Im September startet auf der originalen Strecke der Tour de France 2017 das Race am Rhein für Jedermann.

SchickeMuetze AllezAllez Frankreichfest 1345 by Kerstin Kortekamp

Wer die Strecke ohne viel Verkehr Probe fahren möchte der kann sich sonntags um 7 Bruno Reble vom ADFC anschließen. Der Frühe Vogel… und so, aber sonntags um sieben ist die Stadt noch in Ordnung. Kaum Menschen, kaum Autos. Viel Platz für Radfahrer!

jugendstilbikes.de - sonntags um sieben, leere Straßen

Zwei Mal hab ich es nun schon zur frühen Runde mit Bruno geschafft und muss sagen es ist eine schöne abwechslungsreiche Strecke, zunächst geht es durch die Stadt über die leergefegten Hauptstraßen „Berliner Allee“, „Kaiserstraße“ und „Klever Straße“, hoch zur Rennbahn Grafenberg.

Drei Rennpferde, by Bruno Reble

 

 

 

 

 

 

 

 

Der richtige Ort für Rennpferde und 2017 die erste Bergwertung der Tour de France. Über Gerresheim geht es raus aus Düsseldorf ins „Hinterland“ nach Erkrath, durchs Neandertal bis nach Mettmann. Keine Bergwertung aber trotzdem immer mal wieder kleine Erhebungen mit anschließender Abfahrt sorgen für Abwechslung in den Beinen.

Von Mettmann geht es durch das Schwarzbachtal nach Ratingen. Hier bietet sich ein schöner Blick auf Düsseldorf und das Umland. Als sei der Blick nicht Belohnung genug wartet noch eine zackige Abfahrt.

jugendstilBikes.de - Sonntags um sieben ist die Stadt noch in OrdnungKreuzungen, Ampeln, Autoverkehr – wenn auch nur hier und da mal ein Auto, aber mit Ratingen kommt auf den letzten 10 Kilometern auch das städtische mehr und mehr zurück.

Aber sonntags in der Früh ist das alles auszuhalten und im September, zum Race am Rhein ist die Strecke abgesperrt und somit frei von jeglichem Autoverkehr.

Nächste Ausfahrten:

Sonntag 31.07., 07.08., 14.08.2016
Treffpunkt Apolloplatz, um 7:00 Uhr
Achtung, hier treffen sich mehrere Ausfahrten! Fragt nach ob ihr richtig seid, bevor es am Ende auf die falsche Runde geht 😉
Voranmeldung bitte an: bruno@reble.net
46 Kilometer, ca. 400Höhenmeter, 2-2,5 Stunden
GPX-Track: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=kidhuhcysheyuuzs 

 

Allez Allez – Die französische Klassikerausfahrt für alte Renner

Gastbeitrag, Klassikerausfahrt | Alte Stahlrennräder erleben derzeit eine Renaissance. Profi-Räder aus vergangenen Zeiten lassen nicht nur Sammlerherzen höher schlagen, immer mehr Begeisterte schwingen sich auf den Sattel eines klassischen Renners, um damit auf Tour zu gehen. Das Team der Düsseldorfer Klassikerausfahrt organisiert bereits seit sieben Jahren solche Ausfahrten und gehört somit europaweit zu den Pionieren dieser Szene.

Ein Jahr vor dem Start der Tour de France in Düsseldorf wird es nun am 10. Juli eine ganze besondere Runde für Freundinnen und Freunde alter Renner geben: Destination Düsseldorf, das Frankreichfest und die Klassikerausfahrt laden unter dem Titel „Allez Allez“ zur großen Runde ein. Vom Düsseldorfer Burgplatz über Ratingen nach Wülfrath, von dort über Heiligenhaus und den Panoramaradweg Niederbergbahn bis Lintorf, über Kalkum und Oberkassel bis zum Ziel am Rheinufer: auf die TeilnehmerInnen wartet eine abwechslungsreiche Etappe über Wirtschaftswege, Radstraßen und kleine Gassen. Keine Tour für Anfänger, sondern eine Herausforderung für die FahrerInnen. Alle, die das Ziel erreichen, dürfen sich als Sieger freuen. Mit einem Lächeln im Gesicht.

Bei der Klassikerausfahrt geht es nicht um die Geschwindigkeit, sondern um Genuss und Leidenschaft. Die Streckenführung vermeidet Landstraßen und setzt auf Wege mit wenig Autoverkehr. Der Untergrund ist nicht immer bester Asphalt, manchmal darf es auch ein fieser Schotterabschnitt sein. Die alte, zum Radweg umgebaute Bahntrasse zwischen Wülfrath und der Abfahrt in Heiligenhaus begeistert dagegen mit perfektem Bodenbelag und passt mit ihren vielen Brücken perfekt ins Konzept.

Die Strecke ist nicht abgesperrt, somit unterliegen alle FahrerInnen den Regeln der Straßenverkehrsordnung, Rücksichtnahme ist oberstes Gebot. Wegweiser ermöglichen allen Klassikerbegeisterten eine Tour im eigenen Tempo. Unterwegs wartet eine Verpflegungsstation, um die Kalorienspeicher wieder aufzufüllen.

Die Anzahl der Startplätze ist limitiert, Anmeldung via Mail an anmeldung@klassikerausfahrt.de. Startgeld € 15,- je Teilnehmer. Teilnehmen dürfen alle, die ein klassisches Rennrad fahren. Wir sind in der Interpretation des Begriffs „klassisch“ nicht so streng wie andere Veranstaltungen, z. B. die L’Eroica in der Toskana, aber appellieren an die freiwillige Selbstkontrolle, um nagelneue Räder aus Massenproduktion zuhause zu lassen. Im Zusammenhang mit dem Frankreichfest freuen wir uns besonders auf französische Klassiker von Peugeot, Gitane, Motobecane, Mercier oder Meral.

Allez Allez – Die französische Klassikerausfahrt.

Sonntag, 10. Juli 2016, 10:00 Uhr am Burgplatz Düsseldorf, Ausgabe der Startnummern vor Ort. Neutralisierter Start pünktlich um 11:00 Uhr. Zwei Streckenlängen, 70 oder 90 Kilometer. Ziel Düsseldorf Rheinpromenade. Großer Spaß auf zwei Rädern. Mit einer guten Portion Leidenschaft. Die Klassikerausfahrt – das Peloton der guten Laune.


Pfingstsamstag in Bimbach

Nach dem Debüt 2015 ging es auch dieses Jahr an Pfingsten wieder zum Rhön Radmarathon/RTF an die Rhön. Pfingsten fährt man schließlich in Bimbach 😉

jugendstilBikes Bimbach Pfingsten ProfilDieses Jahr ging es nur auf die kleine Runde. 115 Kilometer und 1600 Höhenmeter hieß das Tagesziel. Das Wetter sollte zu mindestens am Vormittag trocken bleiben, dafür aber kühle 8 Grad ganztägig. Um dem Regen aus dem Weg zu gehen ging es um 7:30 aufs Rad, erstmal 10 Kilometer warm rollen bis zum Start nach Bimbach. Mit montierter Startnummer ging es dann um kurz vor 8 wirklich los.

jugendstilBikes_Bimbach_RTF_2016_Hausberg
Der Hausberg nahe der Unterkunft, auf dem Rückweg ging es hier noch mal hoch 😉

Da meine Carbonschlampe zwei Tage zuvor ein neues Innenlager benötigte (Pressfitt Mist – Google) ging ich die ersten Kilometer etwas gemäßigter an. Nach 20 Kilometern und 40 Minuten erreichte ich den ersten Kontroll- und Verpflegungspunkt in Welkers. Stempel abholen, zwei Stücke Banane und ein Schluck Trinken und weiter ging es. Die Trinkflaschen und meine Beine waren noch reichlich gefüllt.

Nachdem im ersten Abschnitt meist nur kleine Gruppen von bis zu drei Personen meinen Weg teilten, war nach dem Kontrollpunkt mehr los. Ein bayrischer Radkollege genoss zunächst meinen Windschatten. Am Berg könnte ich aber etwas Abstand rausfahren und mich an eine 8er-Gruppe ranfahren. Der Bayer kam wenig später dazu und es wurde ein wenig geplaudert. Irgendwann beschlossen wir zwei die Gruppe zu verlassen und etwas schneller zu fahren. Aber die nächste Gruppe ließ nicht lang auf sich warten und im Verlauf wurde diese immer größer. Aufgrund des Windes war das Fahren in der Gruppe ein Genuss. Nur die Zeit vorne am Kopf der Gruppe verging irgendwie langsamer und war deutlich anstrengender.

Man hörte ein „frei„, „frei„, „noch frei„, „Auto“ und so trennte die Kreuzungssituation das Feld. Kurze Zeit später erreichten wir den 2. Kontrollpunkt in Günters. Der Garmin zählte 64 Kilometern und 2 Stunden 20 Minuten. Es war Zeit für ein paar Stücke Banane und neue Füllungen für die Trinkflaschen. Weiter ging es. Der Kollege aus Bayern war verschwunden, ein Canyon Fahrer aus Frankfurt und ich waren der Rest vom vorherigen Grupetto. Aber nach wenigen Kilometern schlossen wir uns drei Radsportkollegen an und es begann die Zeit der schnellen Kurven.

Bis zur Steckenteilung Tour 3 und 4 (115 und 156 Kilometer) fuhren wir zusammen. Nach der Teilung wurde es ruhiger und ich traf nur noch auf Einzelkämpfer. Ich war mit meinen 115 Kilometern wohl unsportlich kurz unterwegs. Bergab gab es mal ein paar Windschatten-Wechsel aber bis zum 3. Kontrollpunkt in Margretenhaun (Kilometer 90, 3h 20min) war ich an der Windkante eher alleine. Nach einer kurzen Pause für Rad und Reiter ging es weiter. Aufgrund der Temperaturen wurde es dann doch Zeit für die Windjacke.

Auf den letzten 25 Kilometern fand ich wieder eine Gruppe meiner Geschwindigkeit. Besser gesagt, knapp über meiner Geschwindigkeit. Aber in der Gruppe fährt es sich leichter und um den Anschluss nicht zu verlieren tritt man eher mal was zügiger in die Pedale. Aber die Jungs zerrten am Fahrrad, peitschten es die Hügel hoch und kannten keine Gnade. Am letzten Hügel scherte ich aus der Gruppe und ließ mich zurückfallen. Als mir klar wurde wir sind kurz vorm Ziel kämpfte ich mich noch mal zurück an die Gruppe und wir konnten zusammen die Zielmarke passieren.

Der Fahrradcomputer fasste meine Beinarbeit wie folgt zusammen:
Distanz 113,7 Km
Anstieg: 1600Hm
Zeit: 4 Stunden 6 Minuten
Schnitt: 27,7km/h
Maximal: 74,4km/h

Meine Beine waren leer, aber es war geschafft und ich fühlte mich gut. Die 10 Kilometer zurück zur Unterkunft (inkl. Anstieg zum „Hausberg“) klappten dann auch noch recht gut.

Fazit

Das zweite Mal „Bimbach“ war leichter als das Debüt 2015. Man kennt die Gegend, den Ablauf und optimiert sich, stellt sich besser ein. Sicherlich hat die kürzere Distanz und das auf Sportlichkeit getrimmte Carbonrad seinen Anteil an der Leichtigkeit, aber auch das Fahren in der Gruppe half enorm. Die Veranstaltung selbst ist – wie auch schon 2015 – nur zu empfehlen. Gute Straßen, gute Streckenführung, nettes Team, großartige Kontrollpunkte…. einfach perfekt! Danke an die Jungs vom RSC’77 Bimbach und an Hilde!

Nächstes Jahr findet der Rhön Radmarathon und die Rhön Rundfahrt RTF wieder statt, wieder Pfingsten. Mehr dazu auf Facebook und im Web unter:

Facebook Rhön Radmarathon / Rhön Rundfahrt RTF

Webseite Rhön Radmarathon