Mythos Tour de France im NRW-Forum

Passend zum Tour Start im Juli 2017 stellen Andreas Gursky, Robert Capa, Harry Gruyaert, Richard Kalvar, John Vink, Guy Le Querrec, Laurent Cipriani und Philipp Hympendahl ihre großartigen Bilder rund um das wichtigste Radrennen der Welt im NRW-Forum in Düsseldorf aus.

Die Ausstellung zeigt neben dem Glanz der Tour auch die Schattenseiten und erzählt die Geschichten hinter den großen Ikonen des Radsports.

Mythos Tour de France
Laufzeit:  19. Mai bis 23 Juli 2017
Eröffnung 18. Mai 2017, 19 Uhr
NRW-Forum Düsseldorf


(c) Philipp Hympendahl

Wer auf den Geschmack gekommen ist, aber nicht bis Sommer 2017 warten mag, dem empfehlen wir wärmsten den Bildband „Momente des Radsports“ (Beyond the finish line). Urheber der Bilder ist der, ebenfalls an der „Mythos der Tour de France“ Austgellung teilnehmende, Düsseldorfer Fotografen Philipp Hympendahl, HEEL Verlag, 29,95 Euro.

Ist ja wohl auch bald wieder dieses Weihnachten 😉

Tour de France 2017: Die Strecke

Am 01. Juli 2017 startet die 104. Tour de France hier in Düsseldorf. Der Verlauf der 1. und 2. Etappe war zum größten Teil schon länger bekannt, seit gestern ist der gesamten Verlauf der Tour de France veröffentlicht.

Der Grand Départ

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Etappe 1, Einzelzeitfahren Düsseldorf

Die Tour startet mit einem 13 Kilometer langen Einzelzeitfahren. Los geht es an der Messe, weiter über den Rhein nach Oberkassel und über die Rheinkniebrücke zurück durch Carlstadt und Altstadt zur Messe.

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Etappe 2, Düsseldorf – Lüttich

Die 2. Etappe startet am Sonntag den 02. Juli 2017 direkt am Burgplatz in der Altstadt. Von dort führt der zunächst neutralisierte Kurs am Rhein entlang bis in den Hafen. Nach 9 wertungsfreien Kilometern startet die Etappe auf der Kaiserstraße und führt auf dem Kurs des Race am Rhein zur Bergwertung nach Grafenberg. Nach den ersten Punkten geht es weiter Richtung Erkrath und über Mettmann und Ratingen wieder zurück nach Düsseldorf. Von dort geht es weiter durch Jülich, Mönchengladbach und Aachen nach Lüttich. Quasi unsere 1. Etappe auf der Ardennen Tour dieses Jahr 🙂

Alle Etappen in der Übersicht

2017 warten 21 Etappen und 3516 Kilometer auf die Profis. Es werden 4 Länder unter die Reifen genommen und 10 neue Etappenorte angefahren.

Streckenverlauf als Karte

(c) A.S.O.

Tabellarische Übersicht

(c) A.S.O.
(c) A.S.O.

Höhepunkte

Bergetappen

Neben dem Spektakel rund um den Grand Départ in unsere Heimatstadt erwarten die Fahrer auch auf der Strecke wieder zahlreiche Höhepunkte. Zwar sind weder der Mont Ventoux noch Alpe d’Huez im Streckenprogramm aber dafür geht es sehr französische ins Gebirge. Die 104. Auflage der Tour de France passiert nach 25 Jahren erstmals wieder alle fünf französischen Bergregionen (Vogesen, Jura, Pyrenäen, Zentralmassiv, Alpen).

jugendstilBikes Gebirgsregionen Frankreich

Königsetappe

Die Königsetappe wird bereits in der 9 Etappe auf dem Weg von Nantua nach Chambéry gefahren. In den Höhen des Jura Massivs geht es gleich auf drei Gipfel; Col de la Biche, Grand Colombier und Mont du Chat. Die Profis dürfen sich somit auf 181 Kilometer und mehr als 4600 Höhenmeter freuen… und das auf an einem Sonntag 😉

Zum Abschluss der Bergetappen gibt es in der 18. Etappe auf dem Weg von Briancon nach Izoard (178 Kilometer) zum ersten Mal eine Zielankunft auf dem Gipfel des Col d’Izoard.

Col d'Izoard, Stefan Brunker CC3.0
Col d’Izoard, Stefan Brunker CC3.0

Einzelzeitfahren

Aber auch im Flachen lohnt sich ein Blick auf die Etappen, insgesamt warten 9 Flachetappen auf die Fahrer und zwei Einzelzeitfahrten. Letztere finden zu Beginn in Düsseldorf (Etappe 1, Länge 13km) und zum Abschluss in Marseille (Etappe 20, Länge 23km) statt.

​2 Räder – 200 Jahre. Freiherr von Drais und die Geschichte des Fahrrades

Am 12. Juni 1817 unternahm Freiherr Karl von Drais die erste Fahrt mit der von ihm konstruierten Laufmaschine. Diese Exkursion mit dem Vorläufer des Fahrrads gilt als die Geburtsstunde der individuellen Mobilität. Zum 200. Jubiläum dieser Erfindung zeigt das TECHNOSEUM ab dem 11. November 2016 die Große Landesausstellung Baden-Württemberg mit dem Titel „2 Räder – 200 Jahre. Freiherr von Dreis und die Geschichte des Fahrrades.


In 4 Ausstellungszonen wird gezeigt wie sich das Fahrrad in den 200 Jahren entwickelte. Von der Laufmaschine zum Hochrad und vom Niedrigsicherheitsrad zu dem heutzutage typischen Fahrrad. Aber nicht nur die technischen, auch die gesellschaftlichen Veränderungen werden beleuchtet.

Zone 1:

1810 bis 1860, die Person des Freiherrn von Drais, seine vielfältigen Erfindungen und deren Umsetzung in der noch feudalistisch geprägten, vorindustriellen Welt. Sowie seine innovativen Ideen zur Vermarktung der Laufmaschine.

Zone 2:

1860-1930, das Tretkurbelrad der Gebrüdern Michaux, die Evolution dieser Variante, dessen Industriealisierung und der damit verbundene Aufstieg des Fahrrads durch die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten.

Zone 3:

1930-1975, das Fahrrad im zweiten Weltkrieg. Vom Zerfall und Wiederaufbau der Fahrradindustrie. Das Auto verdrängt das Fahrrad. Die Ölpreiskrise und das langsame Umdenken.

Zone 4:

1975 bis heute, das Fahrrad im Aufschwung. Mountainbikes erblicken die Welt. Fahrrad als Stilobjekt, Retro-Renner, Fixies. Urban Cycling, das Fahrrad als Mittel gegen den Verkehrsinfarkt.

In interaktiven Bereichen kann man erfahren wie Übersetzung und Lenkung funktionieren, wie Kreiselkräfte ein Fahrrad stabilisieren, was man tun muss damit das Zweirad in Schuss bleibt und natürlich auch mal auf einem Hochrad probesitzen oder ein Laufrad (Nachbau) probefahren.
Neben des interaktiven Teil sind in der Ausstellung eine Vielzahl an Fahrrädern, Poster, Plakate und auch Werkzeuge aus der 200 jährigen Geschichte ausgestellt.

Die Ausstellung läuft vom 11. November 2016 bis zum 25. Juni 2017 im TECHNOSEUM in Mannheim.

Eintrittspreise:
Erwachsene 8,00 Euro
Ermäßigte 5,00 Euro
Kinder unter 6 zahlen nix 

Webseite der Austellung
Austellungsprogramm [PDF]

Titelbild: Wikimedia Commons, Gun Powder Ma, CC BY-SA 3.0

Hangload – der Taschenhalter für das Fahrrad

Heute haben wir mal wieder einen Testbericht für euch. Das Team von Hangload hat uns freundlicherweise einen ihrer Taschenhalter zum Test zugeschickt. Nun passt so ein Taschenhalter natürlich nicht so ganz an unsere Rennräder aber dafür hat man ja ein Citybike für Einkäufe. Aus Stahl natürlich!!! 🙂

Der Herausforderer

In meinem Fall ist es ein altes Peugeot, das ich mit Kindersitz und zwei großen Körben am Gepäckträger erweitert habe. Codename: Citybomber. Um möglichst bequem be- und entladen zu können, habe ich zusätzlich einen großen Fahrradständer und Lenkerdämpfer montiert. Also ein Fahrrad, das ich für den regelmäßigen Einkauf optimiert habe und auch nur dafür nutze.

Und so sieht ein normaler Einsatz des Citybombers aus. Zwei große Einkaufstüten oder auch 12L Milch plus 9L Wasser sind mal gar kein Problem. Und der Nachwuchs hat auch noch Platz. Theoretisch kann man noch oben quer auf die Körben ordentlich was draufpacken, aber dann wird es mit einem Damenfahrrad dieser Bauart doch schon recht wabbelig.

Die Fakten

Nun aber zum Hangload selbst. Es handelt sich um eine recht einfache Konstruktion, die derzeit 34€ kostet. Er wiegt etwa 500g und kommt in Blau, Grau und Grün daher. Die Körbe, die ich verwende, kosten dagegen die Hälfte, wiegen dafür das Doppelte. Außerdem sind die Körbe immer gleich ausladend. Theoretisch kann man sie mit in die Wohnung nehmen und zum Einkauf einfach einhängen. Ich habe sie aber mit Kabelbindern befestigt. So können die Körbe keine Beine bekommen. Auf dem Papier steht es also bisher Gleichstand würde ich sagen.

Die Montage

Die Montage ist denkbar einfach. Mit zwei Gummibändern wird er quasi am Gepäckträger angeknotet. Unten stützt er sich gegen den Hinterbau ab.  So können die Taschen nicht in die Speichen geraten. Auf der gegenüberliegenden Seite des Gepäckträgers wird ein Holzgriff befestigt, der die Schlaufen der zu transportierenden Taschen hält. Durch dieses einfache aber doch stabile Prinzip kann der Hangload schnell an jedem Gepäckträger montiert werden. Aber bei der Montageanleitung ist noch Luft nach oben. Ich musste tatsächlich erst nach einem Video im Netz suchen, um ihn montieren zu können. Hier gebe ich einen kleinen Minuspunkt.

Der Hangload im Test

Im direkten Vergleich sieht man den größten Vorteil des Hangload gegenüber meinen Körben. Er ist im unbeladenen Zustand schlanker und leichter. Das Navigieren und Rangieren zum Beispiel in der Garage oder im Hausflur ist deutlich einfacher. Bei meinem Test habe ich wieder 12L Milch am Hangload befestigt und als Gegengewicht 9L Wasser im Korb gegenüber. Die Tasche lädt nun etwas weiter aus als der Korb aber dafür hängt die Last deutlich Tiefer, was vorteilhaft ist. Man kann verschiedenste Taschen mit unterschiedlichen langen Griffen befestigen dafür kann man in den Körben die Einkäufe einfach schneller verstauen. Also auch im Alltag muss sich der Hangload nicht hinter den Körben verstecken. Im Großen und Ganzen war ich positiv beeindruckt. Hut ab für die Idee.

Fazit:

Ich behaupte, dass mein Citybomber schon recht gut alltagserprobt und auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Es war also wirklich eine Herausforderung und ich habe den Hangload ganz bestimmt nicht geschont. Er hat eine sehr gute Figur gemacht und es war ein knappes Rennen. Ich werde trotzdem meine beiden Körbe weiterhin benutzen. Man bräuchte nämlich definitiv zwei Hangloads wenn man solche Großeinkäufe machen möchte. Trotz des etwas höheren Preises kann ich den Hangload empfehlen. Gerade für Radler, die das Fahrrad auch noch für andere Zwecke als nur den Familieneinkauf verwenden möchten.

Race am Rhein 2016 – fröhliches heizen durchs Dorf

Am vergangenen Sonntag brach das Chaos aus, wilde verrückte Radsport besessene in Lycra eingepackte Menschen heizten durch Düsseldorf und das Umland. Und das schlimmste, man kam mit dem Auto nicht zum Rhein um spazieren zu „gehen“.

So oder so ähnlich sagt es dann wohl der Anwohner der, aufgrund des Jedermannrennens „Race am Rhein“ und der anderen Rennen, sein Auto um parken musste oder nicht wie gewohnt durch die Stadt fahren konnte. Für mich, ebenfalls Autobesitzer und Anwohner und von der Sperrung betroffen, war es ein sehr, sehr geiler Tag. Mit dem Fahrrad und zu Fuß kam man überall hin.

Mein Ziel war Startblock „E“. Um kurz vor Zwölf rollte der Block los und machte sich auf die Spur der Tour. 46 Kilometer durch Düsseldorf, Erkrath, Ratingen und Mettmann. Zusammen mit Carsten von der Schicken Mütze ging es bestens gelaunt durch den Kö-Bogen-Tunnel – was ein Sound wenn so ein Haufen Freiläufe im Tunnel summen. Wir kämpften uns durchs dichte Fahrerfeld und nach x Kilometern wartet die Bergwertung an der Rennbahn auf uns. Motiviert durch Schicke Sprühkreide ging es flott den Hügel hoch.

Hinter Gerresheim trafen wir noch Maria und so war unser Gruppetto geformt. Im Neandertal hatten wir dann die ersten Fahrer aus Startblock A überholt und traten weiter fleißig in die Pedale. Carsten gab den Takt an und wir folgten. An der Strecke feuerten uns immer mehr Leute an – gerade außerhalb Düsseldorfs nahm das Publikum zu. Auf der Strecke traf man – neben haufenweise – Carbon, auch auf feinen, klassischen Stahl und exoten a la FatBikes, Trekkingrad und MTB. Ab Mettmann hatte sich ein etwas größeres Grüppchen geformt und so war man meistens von den gleichen Fahrern umgeben. Gegenseitig heizte man sich weiter an.

Wer schnell fährt ist auch schnell wieder zurück nach etwa einer Stunde war man im Innenstadtbereich. Bremstraße, Kleverstraße, noch mal durch den Kö-Bogen Tunnel und eine Schleife über die Berliner-Allee ins Ziel. 01:14:52 lautet die offizielle Zeit und so kamen wir nur 8 Minuten nach den ersten Fahrern ins Ziel.

Voll zufrieden und bestens gelaunt ging es nach dem Gedrängel im Nachzielbereich noch zur Steinstraße auf ein Espresso danach zum Stand der Schicken Mütze.

jugendstilBikes.de Race am Rhein Finisher

Fazit

Hat Spaß gemacht! Danke Maria, Danke Carsten, Danke an alle die aus dem Event ne Party gemacht haben! Sehr schöne, breite Strecke mit netten Herausforderungen. Aus meiner „Radfahrersicht“ eine gelungene Veranstaltung. Gerade in Düsseldorf hätte ich mit mehr Groupies an der Strecke gerechnet aber zum Tour Start 2017 können wir ja einfach eine Schüppe drauf legen. Und beim hoffentlich nächsten Jedermann Rennen sind die Straßenränder dann Rand voll mit Publikum 😉

Das Feedback zur „Organisation drum herum“ (Information der Anwohner) ist glaub ich zu genüge bei der Stadt eingeprasselt und für den Grand Depart und das was noch kommen mag, sind reichlich Verbesserungsvorschläge genannt wurden. Mein persönlicher Tipp, seit offen für neues und hört mal was im Dorf so abgeht.

Das sagt das Web:

TOUR Magazin 19.06.2016: Generalprobe für die Tour de France in Düsseldorf, 3.500 Jedermänner testen die Tour-Strecke

Schicke Mütze, 20.09.2016: Das hat doch mal gerockt – Die Mütze und das Düsseldorfer Radsportwochende

1. Düsseldorfer Radsporttag

Im Vorfeld des Tour de France Grand Depart 2017 wird am kommenden Sonntag, den 18.09.2016, richtig in die Pedale getreten. Der 1. Düsseldorfer Radsporttag steht an.

jugendstilbikes.de Radsporttag Race Am Rhein Flyer

Insgesamt gehen bei 13 Rennen mehr als 4.000 Radfahrer an den Start. Neben dem Jedermann Rennen „Race am Rhein“ auf der original Strecke der Tour de France 2017, findet am Sonntag den 18. September morgens früh schon das Bundesliga Rennen der U19 und U23 Nachwuchsfahrer statt. Rund 350 der besten Nachwuchsfahrer kämpfen um Punkte in der Bundesliga-Gesamtwertung. Zum Start des Jedermann-Rennens findet ebenfalls das traditionsreiche Rennen „Rund um die Kö“ statt. Hier gehen rund 500 Lizenzfahrer auf die Strecke. Auch die Kids kommen bei der Kinderrennserie „Petit Depart“ zu ihrem Rennspaß.

Neben den Rennen gibt es auf der Steinstraße eine Veranstaltungsmeile auf der verschiedene Aussteller die neuesten Radtrends präsentieren. Am Promotionstand des Grand Départ Düsseldorf kann man die 1. Etappe der Tour de France 2017 als Virtual-Reality-Fahrt nachfahren oder sich schon mal die ersten original Tour de France Fan-Artikel zum Tour Start 2017 in Düsseldorf  zulegen. Gegen Hunger und Durst wird an verschiedenen Ständen Crêpes und Co angeboten und auch für Musik ist gesorgt.

Die Jungs & Mädels von der Schicken Mütze und Fixedpott laden ebenfalls am Sonntag zum Fixed Gear Rennen. Bahnrad, starrer Gang und keine Bremsen.

„Diese Rennen sind der Punk-Rock des Radsports, großes Kino garantiert. Rock’n’Roll Racing“ (C. Wien, Schicke Mütze)

jugendstilbikes.de Radsporttag #thisisnotpottcrit Track

Wer mit fahren will kann sollte sich zügig anmelden, die Startplätze sind limitiert. Alle anderen kommen einfach vorbei und gucken sich das Spektakel an.

Letzteres gilt natürlich auch am Sonntag, kommt raus, kommt an die Strecke und feuert die Sportler an und macht aus dem Rennen ein Fest!

Weitere Infos:

This is not Pottcrit
Schicke Mütze
Grand Départ
Race am Rhein

Stadtradeln 2016

Dieses Jahr wird in Düsseldorf zum dritten Mal im Rahmen der Aktion „Stadtradeln“ vom Klima-Bündnis für den Klimaschutz geradelt. Vom 10. bis zum 30. September findet das Stadtradeln in der Landeshauptstadt statt.

Zurzeit sind schon über 125 Teams mit über 1200 Radfahrern für Düsseldorf am Start. Wenn ihr auch Lust habt könnt ihr auf der Stadtradeln Webseite anmelden und eine Gruppe gründen, sich einer Gruppe anschließen oder alleine Radeln. Teilnehmer aus dem vorherigen Jahr können einfach ihren bisherigen Zugang wiederverwenden.

Im vergangenen Jahr schaffte es Düsseldorf bundesweit auf den 12. Platz (Platz 10 in 2014). 458 634 Kilometer wurden in den Asphalt gebrannt bzw. 66.043 Tonnen CO2 eingespart. Neben dem positiven Effekt fürs Klima, soll mit der Aktion zum Radfahren motiviert werden. Möge so manch ein neuer Radfahrer dem Radfahren treu bleiben…

Fazit 2016

Am Ende waren es 540km und 77kg CO2 die ich in den drei Wochen erfahren konnte (Vlg. 2014: 126km, 18kg). Das Team Schicke Mütze hat laut aktuellen Einträgen insgesamt 6.738km und 957kg CO2 erfahren und liegt damit auf Platz 25 im Ranking für Düsseldorf. Ansonsten hab ich das Thema Stadtradeln kaum bemerkt,  etwas mehr mediale Präsenz lockt vielleicht auch mehr aufs Rad. So kommt es mir vor als „stadtradeln“  scheinbar doch nur die „eh schon Radfahrer“.

Langstrecke für Anfänger

Letzten Monat musste ich in die Nähe von Würzburg, genauer gesagt nach Schwarzach am Main. Wie komm ich da bloß hin? Das Auto stand schon dort. Bahn fahren? Das war doch dieses teure unzuverlässige Gefährt, nicht?

Das Fahrrad! Aber von Düsseldorf nach Würzburg sind mal eben 400 Kilometer. Für mich, für einen Tag doch eine Nummer zu viel. Lag meine maximal gefahrene Distanz bisher eher bei 160 Kilometer.

Glücklicherweise ergab sich dann eine Mitfahrtgelegenheit von Düsseldorf in die Nähe von Mainz, mit großem Kofferraum und viel Platz.

Die Route

Die grobe Streckenplanung ergab eine Distanz von 200 Kilometer und etwa 1.500 Höhenmeter. Langstrecke für Anfänger! Herausforderung angenommen. Ich war gespannt.

JugendstilBikes Langstrecke Streckenplanung

0km Zornheim
35km Darmstadt
50km Dieburg
75km Niedernberg
110km Freudenberg
140km Urphar
150km Holzkrichhausen
170km Höchberg
172km Würzburg
190km Dettelbach
200km Schwarzach

Streckenprotokoll

Kilometer 0. Morgens um 8:37 Uhr ging es los, erstes Tagesziel war die Fähre in Nierstein pünktlich zu erreichen. Es ging direkt mal auf feinstem Asphalt bergab, ein paar kleine Erhebungen machten die Beine wach und schon war man am Rhein 😉 . Kurz vorm Ziel sorgte eine rote Ampel für Spannung. Am Ende schaffte ich es im Moment der Abfahrt gerade noch auf die Fähre.

Kilometer 13. Auf der anderen Seite des Mains ging es zunächst am Deich entlang, vorbei an Wiesen und Feldern bis Darmstadt (Kilometer 35). Die Stadt kündigte sich an und die Idylle ließ mehr und mehr nach.
Darmstadt selbst war ganz nett, viele Gebäude aus den verschiedenen Epochen der langen Stadtgeschichte, der Marktplatz, das Ludwigsmonument, der Weißer Turm, das Schloßmuseum… da lohnt sich der Fotostop 😉

Kilometer 37. Über Mathildenhöhe ging es recht flott aus Darmstadt raus. Hinter Darmstadt ging es bis Dieburg durch die Wälder, immer auf aspahltierter Strecke aber mitten durchs Grün. Vorbei an ehemaligen Gruben aus der Zeit als noch Eisenerz zu Tage gefördert wurde. Manche wie die Prinz von Hessen Grube ist heute ein Badesee, andere wie die Grube Messel ein Naturdenkmal. Da Bergbau ja was mit Bergen zu tun hat, ging die Strecke auch auf 10 Kilometer moderat aber stätig auf und ab.

Kilometer 60. Erste Pause kurz hinter Langstadt. Kurz pinkeln, eben ne Banane essen, zwei drei mal durchatemen und die Landschaft genießen. Die Idylle am Waldrand war trügerisch, die Mücken fanden gefallen an mir und bevor es zu familiär wurde ging es wieder ab aufs Rad.

Kilometer 75. Niedernberg. Und siehe da mein Kumpel aus Mainz ist auch da. Zufall? Nein, natürlich bestens vorausgeplant. Fahrrad aus dem Auto, Trinkflaschen aufgefüllt und weiter ging es fortan zu zweit. Mein Plan die nächsten Kilometer gemütlich zu rollen und so etwas Kraft für die letzten Kilometer zu sparen ging nicht auf. Mein Mitfahrer glänzte mit bester Beinarbeit und so ging es im gewohnten Tempo weiter. Immer dem Main entlang.

Kilometer 105. Schwupp die wupp waren die geplanten 30 gemeinsamen Kilometer vorbei. Zu zweit radelt es sich einfach schneller. Weil es so gut lief legte der Kumpel noch 10 drauf. Kurz vorm Etappenziel forderte uns die Strecke noch etwas heraus. Ein Tor versperrte den Weg, aber der Umweg war nur ein kleiner.

Kilometer 115. Nach 40 gemeinsamen Kilometern, stoppten wir in Freudenberg und gönnten uns eine Pause. Gestärkt mit isotonischen Hopfengetränken – wir waren nun schließlich in Bayern – und leichtem Flammkuchen ging es weiter. Er die 40 Kilometer zurück nach Niedernberg und ich weiter Richtung Würzburg. Etwa 85 Kilometer lagen noch vor mir. Ich fühlte mich frischer als gedacht und grübelte wie es wohl noch wird.

Kilometer 143. Etwa 10 Kilometer hinter Wertheim, in Urphar drehte ich dem Main den Rücken zu und am Rande des Flusses ging es erstmal den Berg (bayrisch: leichte Erhebung) hoch. Spätestens jetzt war der isotonischen Flammkuchen in den Beinen angekommen. Über Landstraßen schlängelt sich der Weg weiter Richtung Würzburg. Einen kurzen Exkurs über Schotterwege brach ich wieder ab und entschied mich für Asphalt allerdings mit Autoverkehr.

Kilometer 158. Aspahltierte Wirtschaftswege, ruhige Sträßchen und Radwegweiser. Es ist der Wahnsinn. Dazu noch die schöne Landschaft. Doch plötzlich kommt diese Kreuzung ohne Wegweiser. Laut Navi/Streckenplanung hätte ich schon etliche Kilometer auf der etwas entfernten aber parallel verlaufenden Landstraße fahren müssen. Rechts der Weg versandet sichtbar im Feld, geradeaus führt den Hügel hoch und laut Navi ist dahinter Ende. Also entschied ich mich für links (zurück war nie eine Option). Es ging also geradewegs auf die besagte Landstraße.

Kilometer 162. Gar nicht so übel die Landstraße. War eine von den schnelleren. Am Ende ging es noch am Stau vorbei und wieder rechts ab auf den Wirtschaftsweg. Und siehe da ein Wegweiser. Es gibt also wohl noch einen anderen Weg.

Kilometer 170. Kurz vor Würzburg ging es dann noch mal durch den Wald, diesmal aber grober Schotter. Nach 170 Kilometern war noch mal etwas mehr Aufmerksamkeit gefragt, aber es ging pannenfrei weiter. Den Abstecher hoch auf die Festung Marieberg ließ ich aus. Am Ziel lockte der Grill, der Pool und die Family. Vielleicht war es aber auch der Hintern der unterbewusst entschieden hatte.

Kilometer 175. Würzburg selbst war wie jede größere Stadt kein Rennradparadies. Ampeln, Autos und Baustellen. Sieht man darüber hinweg ist es aber eine sehr schöne urige Stadt.

Kilometer 185. Direkt hinter Würzburg, in Rottendorf machte ich noch ein letztes mal Halt und füllte die völlig leeren Trinkflaschen wieder auf. Erfrischt ging es auf die letzten 15 Kilometer.

Kilometer 192. Der Zucker aus dem isotonischen Limozeug scheint zu wirken. Das letzte Stück rollt sich sehr leicht. Von Bibergau nach Dettelbach knackte ich dann doch noch ein Strava Segment und wurde mit 4:22 auf 3,1 Kilometer (42,7kmh) sogar 4. der Gesantwertung. Selbst das Kopfsteinpflaster konnte mich nicht stoppen 🙂

Kilometer 200. Geschafft. Irgendwie schon Stolz. Runter vom Rad, kurz allen Hallo sagen und ab in den Pool….

Zahlen

JugendstilBikes Langstrecke Strava

 

 

Durchschnittliche Geschwindigkeit 26,8 km/h
Pausen: 2
Energieriegel: 3
Bananen: 4
Trinken: 4,5 Liter Wasser, 0,5 Liter iso Hopfen

Fazit

200 Kilometer rollten sich leichter als gedacht. Wobei ich auf den ersten 80 Kilometern sehr darauf geachtet habe ein gemütliches Tempo zu fahren und keine Bestzeiten in den Asphalt zu brennen. Später rollte man dann automatisch im moderaten Tempo. Ankommen war das Ziel und meine grobe Planung mit 25km/h könnte ich deutlich überbieten. Dank der guten Streckenplanung gab es kein nennenswerten Zeitverlust durch Umwege oder Irrfahrten. Keine Panne und auch keine körperlichen Probleme. Zu dem hatte ich 40 Kilometer Begleitung und freute mich aufs Ziel.

Ich denke es wären auch noch mehr Kilometer möglich gewesen. Bei 300 Kilometern macht es wahrscheinlich Sinn nicht alleine zu fahren, so hat man mal jemanden zum Quatschen und man kann sich die Arbeit am Wind teilen. Mein Erstes Problem wäre wahrscheinlich der Hintern geworden, aber auf den 200 Kilometern lief alles glatt.

Sonntags um sieben ist die Stadt noch in Ordnung

Gestern rollten die Profis auf der letzten Etappe der Tour de France 2016 und nun ist die nächste Etappe schon der Grand Depart 2017 in Düsseldorf. Mehr und mehr bricht das Tour Fieber in der Stadt aus. Vor zwei Wochen lud die Schicke Mütze zur Klassikerausfahrt im Rahmen des Frankreichfests ein. Weniger Rennen mehr Genuss und Leidenschaft. Im September startet auf der originalen Strecke der Tour de France 2017 das Race am Rhein für Jedermann.

SchickeMuetze AllezAllez Frankreichfest 1345 by Kerstin Kortekamp

Wer die Strecke ohne viel Verkehr Probe fahren möchte der kann sich sonntags um 7 Bruno Reble vom ADFC anschließen. Der Frühe Vogel… und so, aber sonntags um sieben ist die Stadt noch in Ordnung. Kaum Menschen, kaum Autos. Viel Platz für Radfahrer!

jugendstilbikes.de - sonntags um sieben, leere Straßen

Zwei Mal hab ich es nun schon zur frühen Runde mit Bruno geschafft und muss sagen es ist eine schöne abwechslungsreiche Strecke, zunächst geht es durch die Stadt über die leergefegten Hauptstraßen „Berliner Allee“, „Kaiserstraße“ und „Klever Straße“, hoch zur Rennbahn Grafenberg.

Drei Rennpferde, by Bruno Reble

 

 

 

 

 

 

 

 

Der richtige Ort für Rennpferde und 2017 die erste Bergwertung der Tour de France. Über Gerresheim geht es raus aus Düsseldorf ins „Hinterland“ nach Erkrath, durchs Neandertal bis nach Mettmann. Keine Bergwertung aber trotzdem immer mal wieder kleine Erhebungen mit anschließender Abfahrt sorgen für Abwechslung in den Beinen.

Von Mettmann geht es durch das Schwarzbachtal nach Ratingen. Hier bietet sich ein schöner Blick auf Düsseldorf und das Umland. Als sei der Blick nicht Belohnung genug wartet noch eine zackige Abfahrt.

jugendstilBikes.de - Sonntags um sieben ist die Stadt noch in OrdnungKreuzungen, Ampeln, Autoverkehr – wenn auch nur hier und da mal ein Auto, aber mit Ratingen kommt auf den letzten 10 Kilometern auch das städtische mehr und mehr zurück.

Aber sonntags in der Früh ist das alles auszuhalten und im September, zum Race am Rhein ist die Strecke abgesperrt und somit frei von jeglichem Autoverkehr.

Nächste Ausfahrten:

Sonntag 31.07., 07.08., 14.08.2016
Treffpunkt Apolloplatz, um 7:00 Uhr
Achtung, hier treffen sich mehrere Ausfahrten! Fragt nach ob ihr richtig seid, bevor es am Ende auf die falsche Runde geht 😉
Voranmeldung bitte an: bruno@reble.net
46 Kilometer, ca. 400Höhenmeter, 2-2,5 Stunden
GPX-Track: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=kidhuhcysheyuuzs 

 

Allez Allez – Die französische Klassikerausfahrt für alte Renner

Gastbeitrag, Klassikerausfahrt | Alte Stahlrennräder erleben derzeit eine Renaissance. Profi-Räder aus vergangenen Zeiten lassen nicht nur Sammlerherzen höher schlagen, immer mehr Begeisterte schwingen sich auf den Sattel eines klassischen Renners, um damit auf Tour zu gehen. Das Team der Düsseldorfer Klassikerausfahrt organisiert bereits seit sieben Jahren solche Ausfahrten und gehört somit europaweit zu den Pionieren dieser Szene.

Ein Jahr vor dem Start der Tour de France in Düsseldorf wird es nun am 10. Juli eine ganze besondere Runde für Freundinnen und Freunde alter Renner geben: Destination Düsseldorf, das Frankreichfest und die Klassikerausfahrt laden unter dem Titel „Allez Allez“ zur großen Runde ein. Vom Düsseldorfer Burgplatz über Ratingen nach Wülfrath, von dort über Heiligenhaus und den Panoramaradweg Niederbergbahn bis Lintorf, über Kalkum und Oberkassel bis zum Ziel am Rheinufer: auf die TeilnehmerInnen wartet eine abwechslungsreiche Etappe über Wirtschaftswege, Radstraßen und kleine Gassen. Keine Tour für Anfänger, sondern eine Herausforderung für die FahrerInnen. Alle, die das Ziel erreichen, dürfen sich als Sieger freuen. Mit einem Lächeln im Gesicht.

Bei der Klassikerausfahrt geht es nicht um die Geschwindigkeit, sondern um Genuss und Leidenschaft. Die Streckenführung vermeidet Landstraßen und setzt auf Wege mit wenig Autoverkehr. Der Untergrund ist nicht immer bester Asphalt, manchmal darf es auch ein fieser Schotterabschnitt sein. Die alte, zum Radweg umgebaute Bahntrasse zwischen Wülfrath und der Abfahrt in Heiligenhaus begeistert dagegen mit perfektem Bodenbelag und passt mit ihren vielen Brücken perfekt ins Konzept.

Die Strecke ist nicht abgesperrt, somit unterliegen alle FahrerInnen den Regeln der Straßenverkehrsordnung, Rücksichtnahme ist oberstes Gebot. Wegweiser ermöglichen allen Klassikerbegeisterten eine Tour im eigenen Tempo. Unterwegs wartet eine Verpflegungsstation, um die Kalorienspeicher wieder aufzufüllen.

Die Anzahl der Startplätze ist limitiert, Anmeldung via Mail an anmeldung@klassikerausfahrt.de. Startgeld € 15,- je Teilnehmer. Teilnehmen dürfen alle, die ein klassisches Rennrad fahren. Wir sind in der Interpretation des Begriffs „klassisch“ nicht so streng wie andere Veranstaltungen, z. B. die L’Eroica in der Toskana, aber appellieren an die freiwillige Selbstkontrolle, um nagelneue Räder aus Massenproduktion zuhause zu lassen. Im Zusammenhang mit dem Frankreichfest freuen wir uns besonders auf französische Klassiker von Peugeot, Gitane, Motobecane, Mercier oder Meral.

Allez Allez – Die französische Klassikerausfahrt.

Sonntag, 10. Juli 2016, 10:00 Uhr am Burgplatz Düsseldorf, Ausgabe der Startnummern vor Ort. Neutralisierter Start pünktlich um 11:00 Uhr. Zwei Streckenlängen, 70 oder 90 Kilometer. Ziel Düsseldorf Rheinpromenade. Großer Spaß auf zwei Rädern. Mit einer guten Portion Leidenschaft. Die Klassikerausfahrt – das Peloton der guten Laune.