Allez Allez – Die französische Klassikerausfahrt für alte Renner

Gastbeitrag, Klassikerausfahrt | Alte Stahlrennräder erleben derzeit eine Renaissance. Profi-Räder aus vergangenen Zeiten lassen nicht nur Sammlerherzen höher schlagen, immer mehr Begeisterte schwingen sich auf den Sattel eines klassischen Renners, um damit auf Tour zu gehen. Das Team der Düsseldorfer Klassikerausfahrt organisiert bereits seit sieben Jahren solche Ausfahrten und gehört somit europaweit zu den Pionieren dieser Szene.

Ein Jahr vor dem Start der Tour de France in Düsseldorf wird es nun am 10. Juli eine ganze besondere Runde für Freundinnen und Freunde alter Renner geben: Destination Düsseldorf, das Frankreichfest und die Klassikerausfahrt laden unter dem Titel „Allez Allez“ zur großen Runde ein. Vom Düsseldorfer Burgplatz über Ratingen nach Wülfrath, von dort über Heiligenhaus und den Panoramaradweg Niederbergbahn bis Lintorf, über Kalkum und Oberkassel bis zum Ziel am Rheinufer: auf die TeilnehmerInnen wartet eine abwechslungsreiche Etappe über Wirtschaftswege, Radstraßen und kleine Gassen. Keine Tour für Anfänger, sondern eine Herausforderung für die FahrerInnen. Alle, die das Ziel erreichen, dürfen sich als Sieger freuen. Mit einem Lächeln im Gesicht.

Bei der Klassikerausfahrt geht es nicht um die Geschwindigkeit, sondern um Genuss und Leidenschaft. Die Streckenführung vermeidet Landstraßen und setzt auf Wege mit wenig Autoverkehr. Der Untergrund ist nicht immer bester Asphalt, manchmal darf es auch ein fieser Schotterabschnitt sein. Die alte, zum Radweg umgebaute Bahntrasse zwischen Wülfrath und der Abfahrt in Heiligenhaus begeistert dagegen mit perfektem Bodenbelag und passt mit ihren vielen Brücken perfekt ins Konzept.

Die Strecke ist nicht abgesperrt, somit unterliegen alle FahrerInnen den Regeln der Straßenverkehrsordnung, Rücksichtnahme ist oberstes Gebot. Wegweiser ermöglichen allen Klassikerbegeisterten eine Tour im eigenen Tempo. Unterwegs wartet eine Verpflegungsstation, um die Kalorienspeicher wieder aufzufüllen.

Die Anzahl der Startplätze ist limitiert, Anmeldung via Mail an anmeldung@klassikerausfahrt.de. Startgeld € 15,- je Teilnehmer. Teilnehmen dürfen alle, die ein klassisches Rennrad fahren. Wir sind in der Interpretation des Begriffs „klassisch“ nicht so streng wie andere Veranstaltungen, z. B. die L’Eroica in der Toskana, aber appellieren an die freiwillige Selbstkontrolle, um nagelneue Räder aus Massenproduktion zuhause zu lassen. Im Zusammenhang mit dem Frankreichfest freuen wir uns besonders auf französische Klassiker von Peugeot, Gitane, Motobecane, Mercier oder Meral.

Allez Allez – Die französische Klassikerausfahrt.

Sonntag, 10. Juli 2016, 10:00 Uhr am Burgplatz Düsseldorf, Ausgabe der Startnummern vor Ort. Neutralisierter Start pünktlich um 11:00 Uhr. Zwei Streckenlängen, 70 oder 90 Kilometer. Ziel Düsseldorf Rheinpromenade. Großer Spaß auf zwei Rädern. Mit einer guten Portion Leidenschaft. Die Klassikerausfahrt – das Peloton der guten Laune.


„Peacetazie“ – Pistazien zum Löffeln

Kuchen, Cappuccino und dann stand sie da…
In der OLIVE in Derendorf bin ich am Wochenende auf „Peacetazie“ von BRANDGUT gestoßen. Der Name lässt vermuten es könnte etwas mit Pistazien zu tun haben, richtig! „Peacetazie“ ist eine Creme aus Pistazien, Zucker, Sonnenblumenöl, Vanillezucker und Meersalz.

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So kommt die Lieblingsspeise der Radsportler (nach Espresso und Bananen 😉 ), die Pistazie in einer streich, dipp und löffelbaren Variante daher. Ob zum Brot, im Salat, im Müsli, zum Eis… oder einfach direkt aus dem Glas – sehr süß, aber ein Traum!

JugendstilBikes Cashjuhu Brandgut JugendstilBikes Haselgenuss Brandgut JugendstilBikes Peacetazie Brandgut

 

 

Der ganze Spaß ist für 7,60 Euro (160g) zu haben. Handgemacht, Vegan und frei von irgendwelchen Zusatzstoffen. Wer Lust auf mehr hat, kann in der OLIVE noch „Cashjuhu“, „Haselgenuss“ und weitere BRANDGUT Variationen kennen lernen.


Facebook: BRANDGUT DIE OLIVE

Besi & Friends Tour 2016, Rad statt Rollstuhl

Am kommenden Sonntag den 19. Juni starten „Besi & Friends“ ihre Benefitz-Fahrradtour. In 12 Etappen geht es von der Radsporthalle Jügesheim nach St. Tropez am Mittelmeer. Die etwa 1700 Kilometer lange Strecke wartet mit fast 28.000 Höhenmetern auf die 72 Fahrer darunter gesunde, chronisch kranke und beeinträchtigte Menschen.

jugendstilBikes.de Besi & Friends Etappen Tour 2016
Etappen der Tour

Von Jügesheim geht es über Delémont nach Genf und weiter nach St. Tropez. Zweimal wartet der Alpenhauptkamm auf das Fahrerfeld und bis zu 3.900 Tageshöhenmeter werden zu bewältigen sein. Auf Tagesetappen von 110 bis 170 Kilometern werden „Besi & Friends“ von vielen Helfern unterstützt und begleitet.

jugendstilBikes.de Besi & Friends Strecke Tour 2016
ungefährer Streckenverlauf

Alles über die Tour findet ihr auf der Website von „Besi & Friends“ und auf Facebook. Ab Sonntag gibt es dort auch tagesaktuelle Berichte von der Strecke.

Über Andreas „Besi“ Beseler

JugendstilBikes.de Andreas Beseler Besi

Andreas „Besi“ Beseler führt das Fahrerfeld auf dem Weg nach St.
Tropez an. Er selbst bekam 1992 mit gerade mal 27 Jahren die Diagnose Multiple Sklerose, nach einem harten ersten Jahr versuchte er es 1993 mit Radfahren, zunächst MTB. 1996 schaffte er sich ein Rennrad an. Auf dem Rad lief es. 2006 startete „Besi“ beim Gerolstein Tour Festival Marathon (210km, 3800 Höhenmeter) und trotzte dem Sturm Kyrill und ist einer der 10 Finisher von 2500 gemeldete Teilnehmern. 2008 und 2009 absolvierte er die Tour-Trans-Alp, eines der härtesten Jedermann-Etappenrennen. 2011 gewann „Besi“ den Mallorca M312 Radmarathon und schnappte sich auch den Vize-Europameistertitel der Mixed-Staffel beim Ironman 70.3 Triathlon. Und das waren nur die Highlights 😉

Rad statt Rollstuhl das ist sein Motto, mit dem er fortan unterwegs ist und andere ermutigt nicht aufzugeben.

2013 rollte er alleine über 3.800 Kilometer durch Kanada und sammelte dabei über 26.000 Euro Sendengelder ein. 2014 schnappte er sich ein paar Mitfahrer und „Besi & Friends“ starteten von Frankfurt am Main nach Barcelona und sammelten 55.555 Euro Spendengelder. Erlöse spendet „Besi“ an die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung, welche MS-Kranke unterstützt.

Videotipp

Wir haben die Plakat "Die Tour fürs Leben"Dokumentation „Über den Berg – Mit dem Rennrad zu neuem Lebensmut“ im Fernsehen gesehen und so von „Besi & Friends“ erfahren. Der Film zeigt wie die Truppe sich durchkämpft, nicht aufgibt und gemeinsam die schönen Augenblicke genießt. Wir waren sichtlich berührt von dieser wahnsinnigen Truppe, Monika, Reiner, Ralf, Luis, Alex, Jürgen… einfach alle haben enorme Leistung vollbracht. Schaut euch an was Besi trotz seiner MS Erkrankung auf die Beine gestellt hat und was die Truppe erreicht hat. Zur Zeit tourt der Kinofilm „Tour fürs Leben“ durch die Kinos (aktuelle Vorstellungtermine) und gibt weitere Einblicke in die unglaubliche Tour von „Besi & Friends“ 2014. Im Spätsommer gibt es den, durch Crowdfounding finanzierten, Film auch als DVD.

Ruft es raus in die Welt und macht allen Leuten Mut!

Zum Video „Über den Berg – Mit dem Rennrad zu neuem Lebensmut“ [29:10]


Bildquellen: Andreas "Besi" Beseler

 

Pfingstsamstag in Bimbach

Nach dem Debüt 2015 ging es auch dieses Jahr an Pfingsten wieder zum Rhön Radmarathon/RTF an die Rhön. Pfingsten fährt man schließlich in Bimbach 😉

jugendstilBikes Bimbach Pfingsten ProfilDieses Jahr ging es nur auf die kleine Runde. 115 Kilometer und 1600 Höhenmeter hieß das Tagesziel. Das Wetter sollte zu mindestens am Vormittag trocken bleiben, dafür aber kühle 8 Grad ganztägig. Um dem Regen aus dem Weg zu gehen ging es um 7:30 aufs Rad, erstmal 10 Kilometer warm rollen bis zum Start nach Bimbach. Mit montierter Startnummer ging es dann um kurz vor 8 wirklich los.

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Der Hausberg nahe der Unterkunft, auf dem Rückweg ging es hier noch mal hoch ;-)

Da meine Carbonschlampe zwei Tage zuvor ein neues Innenlager benötigte (Pressfitt Mist – Google) ging ich die ersten Kilometer etwas gemäßigter an. Nach 20 Kilometern und 40 Minuten erreichte ich den ersten Kontroll- und Verpflegungspunkt in Welkers. Stempel abholen, zwei Stücke Banane und ein Schluck Trinken und weiter ging es. Die Trinkflaschen und meine Beine waren noch reichlich gefüllt.

Nachdem im ersten Abschnitt meist nur kleine Gruppen von bis zu drei Personen meinen Weg teilten, war nach dem Kontrollpunkt mehr los. Ein bayrischer Radkollege genoss zunächst meinen Windschatten. Am Berg könnte ich aber etwas Abstand rausfahren und mich an eine 8er-Gruppe ranfahren. Der Bayer kam wenig später dazu und es wurde ein wenig geplaudert. Irgendwann beschlossen wir zwei die Gruppe zu verlassen und etwas schneller zu fahren. Aber die nächste Gruppe ließ nicht lang auf sich warten und im Verlauf wurde diese immer größer. Aufgrund des Windes war das Fahren in der Gruppe ein Genuss. Nur die Zeit vorne am Kopf der Gruppe verging irgendwie langsamer und war deutlich anstrengender.

Man hörte ein „frei„, „frei„, „noch frei„, „Auto“ und so trennte die Kreuzungssituation das Feld. Kurze Zeit später erreichten wir den 2. Kontrollpunkt in Günters. Der Garmin zählte 64 Kilometern und 2 Stunden 20 Minuten. Es war Zeit für ein paar Stücke Banane und neue Füllungen für die Trinkflaschen. Weiter ging es. Der Kollege aus Bayern war verschwunden, ein Canyon Fahrer aus Frankfurt und ich waren der Rest vom vorherigen Grupetto. Aber nach wenigen Kilometern schlossen wir uns drei Radsportkollegen an und es begann die Zeit der schnellen Kurven.

Bis zur Steckenteilung Tour 3 und 4 (115 und 156 Kilometer) fuhren wir zusammen. Nach der Teilung wurde es ruhiger und ich traf nur noch auf Einzelkämpfer. Ich war mit meinen 115 Kilometern wohl unsportlich kurz unterwegs. Bergab gab es mal ein paar Windschatten-Wechsel aber bis zum 3. Kontrollpunkt in Margretenhaun (Kilometer 90, 3h 20min) war ich an der Windkante eher alleine. Nach einer kurzen Pause für Rad und Reiter ging es weiter. Aufgrund der Temperaturen wurde es dann doch Zeit für die Windjacke.

Auf den letzten 25 Kilometern fand ich wieder eine Gruppe meiner Geschwindigkeit. Besser gesagt, knapp über meiner Geschwindigkeit. Aber in der Gruppe fährt es sich leichter und um den Anschluss nicht zu verlieren tritt man eher mal was zügiger in die Pedale. Aber die Jungs zerrten am Fahrrad, peitschten es die Hügel hoch und kannten keine Gnade. Am letzten Hügel scherte ich aus der Gruppe und ließ mich zurückfallen. Als mir klar wurde wir sind kurz vorm Ziel kämpfte ich mich noch mal zurück an die Gruppe und wir konnten zusammen die Zielmarke passieren.

Der Fahrradcomputer fasste meine Beinarbeit wie folgt zusammen:
Distanz 113,7 Km
Anstieg: 1600Hm
Zeit: 4 Stunden 6 Minuten
Schnitt: 27,7km/h
Maximal: 74,4km/h

Meine Beine waren leer, aber es war geschafft und ich fühlte mich gut. Die 10 Kilometer zurück zur Unterkunft (inkl. Anstieg zum „Hausberg“) klappten dann auch noch recht gut.

Fazit

Das zweite Mal „Bimbach“ war leichter als das Debüt 2015. Man kennt die Gegend, den Ablauf und optimiert sich, stellt sich besser ein. Sicherlich hat die kürzere Distanz und das auf Sportlichkeit getrimmte Carbonrad seinen Anteil an der Leichtigkeit, aber auch das Fahren in der Gruppe half enorm. Die Veranstaltung selbst ist – wie auch schon 2015 – nur zu empfehlen. Gute Straßen, gute Streckenführung, nettes Team, großartige Kontrollpunkte…. einfach perfekt! Danke an die Jungs vom RSC’77 Bimbach und an Hilde!

Nächstes Jahr findet der Rhön Radmarathon und die Rhön Rundfahrt RTF wieder statt, wieder Pfingsten. Mehr dazu auf Facebook und im Web unter:

Facebook Rhön Radmarathon / Rhön Rundfahrt RTF

Webseite Rhön Radmarathon

Ardennen 2016 – Rückblick

Vor 10 Tagen sind wir von unserer Ardennen Radtour zurückgekommen und der Alltag hat uns wieder eingeholt, beste Gelegenheit zurück zu blicken.

Zahlen

4873 Meter bergauf, 722 Kilometer gerade aus, 6 Tagen, 18 Liter Wasser, 17 Bananen und keine Verletzten 😉

Etappen

Tag 1, Düsseldorf – Liege 160km
Tag 2, Liege – Bastonge 100km
Tag 3, Bastonge – Nittel 120km
Tag 4, Nittel – Bernkastel 90km
Tag 5, Bernkastel – Koblenz 110km
Tag 6, Koblenz – Düsseldorf 140km

Bester Tag

Tag 3. Nach dem wir uns an Tag 2 fälschlicherweise auf einen flachen Tag eingestellt hatten, gingen wir mit doppelten Respekt in den bergigen Tag 3. Am Ende war es aber wesentlich leichter als gedacht. Kurze knackige Anstiege bis zu 20% wurden durch lange Abfahrten auf feinstem Asphalt belohnt. Mosel Wein und Leckeres Essen rundeten den Tag ab.

Schönstes Foto

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Schwachsinn der Tour

Mosel Radwanderweg, zwischen Bernkastel und Koblenz. Außerorts gibt es auf einer Straßenseite ein Radweg für beide Fahrtrichtungen. Getrennt nur durch den Randstreifen. Innerorts wird aus diesem Radweg, unvermittelt der Parkstreifen.

Verpackt?

Zuviel war eigentlich nur das Licht und die Regenjacke, aber ohne sollte man solch eine Tour nicht bestreiten. Gefehlt hat uns ein wenig Öl für die Kette, aber eingeschränkt hat es einen aber nicht.

Fazit

Die Ardennen eignen sich hervorragend zum Radfahren. Abseits der Hauptstraßen ist es ruhig, die Straße meistens gut. Die Landschaft ist schön und abwechslungsreich. Auf unserer Route war der Radweg öfters sehr „waldig“, pannensichere, breite Reifen sind daher zu empfehlen. Für Sightseeing gibt es reichlich Gelegenheit. Wer viel sehen möchte sollte allerdings etwas mehr Zeit einplanen.

Ardennen Tour – 6. Tag

Nach dem Frühstück hieß es zum letzten Mal auf dieser Tour Tasche packen, Räder satteln und Kette rechts. Auf dem Programm stand die Strecke Koblenz-Düsseldorf, ca. 130 flache Kilometer.

Bis auf ein paar Kurven folgten wir dem Rhein flussabwärts. Es rollte sich gut an und wir kamen – sofern niemand den Radweg blockierte – zügig voran. Wenn man die Strecke und ihre Bögen und Umwege kennt, kann man auch hier viel Zeit sparen. So überholten wir Ansässige gleich mehrfach da wir pflichtbewusst den Radwegweisern folgten während sie sich auf Ortskenntnisse verlassen konnten.

Das Wetter war heute überwiegend bedeckt, sogar ein paar Regentropfen schafften es uns zu treffen. Die Regenjacken schafften es aber nicht aus den Fahrrdtaschen. So dienten sie auf der gesamten Tour letztendlich nur dem sicheren Gefühl kamen aber nie zum Einsatz. Lieber so als anders herum. Zurückblickend hatten wir extremes Glück mit dem Wetter wenn man bedenkt, dass es vor einer Woche noch 4 Grad hatte.

Um so näher man Köln kam, um so mehr Fabriken säumten den Wegrand, Radwege verliefen weniger optimal und Ampelstopps nahmen zu.

In Köln stoppten wir für unsere letzte Kaffee & Bananenpause und nahmen gestärkt die letzten etwa 50 Kilometer in Angriff. Wohlgemerkt war das unsere erste und einzige Pause seit Koblenz an diesem Tag… die Sehnsucht nach Familie und Heimat verleite uns die nötige Ausdauer.

Um so näher man sich dem Ziel nähert und Ortsschilder einem vertrauter werden, um so leichter tritt sich die Pedale und schwuppdiewupp waren wir in Düsseldorf.

Hier trennten sich unsere Wege. Matze zog es weiter mit der Tram nach Krefeld während Gino noch ein paar Kilometer bis nach Hause auf dem Rad vor sich hatte. Eine tolle Tour aber nun freuen wir uns auf eine heiße Dusche.

Ardennen Tour – 5. Tag

Nachdem wir gestern noch ein wenig durch das historische Bernkastel spazierten und das fantastische Wetter genossen haben ging es heute morgen ohne Umwege weiter. Das Tagesziel Koblenz wartete in 100 Kilometer Entfernung.

Erst folgten wir der Mosel ein paar Kilometer bevor sich unsere parallelen Wege trennten. Wir kletterten mit kräftigen Tritten auf den Bergzug links der Mosel. Wir wendeten ihr damit den Rücken zu und eroberten das Hinterland.

Nach 2 Tagen am Fluss waren wir darüber nicht unglücklich. Überall Weinstuben, historische Ortskerne und immer wieder die Mosel, gut das wir morgen dem Rhein folgen werden. 😉

Trotz guter Streckenplanung, Navigation am Lenker und guter Radwegen ist das Radfahren an der Mosel eher nichts für Rennradsportler sondern für gemütliche Ausfahrten. Sehr häufig kreuzt man auf dem Radweg eine Straße, muss die Seite wechseln, wird von einer Ampel gestoppt oder ist einfach umzingelt von Tourismus. Sich selbst eine durchschnittliche Geschwindigkeit als ehrgeiziges Ziel zu setzen ist fast nicht möglich ohne die Strecke bereits einmal gefahren zu sein.

Zur Abwechslung übernachten wir mal wieder in einer Großstadt (Koblenz) was wir zum Anlass nahmen nach dem Essen auch noch etwas Sightseeing zu unternehmen.

Ardennen Tour – 4. Tag

Das Frühstück war so fürstlich das wir es erst um 9:30 auf die Räder geschafft haben.

Ausreichend gestärkt ging es auf die Piste. Heute stand flach und kurz (85 Kilometer) an. Für uns einmal eine Gelegenheit zu relaxen. Es rollte sich ganz gut aber der Gegenwind ließ uns heute nicht aus den Augen.

Nach 60 Kilometer machten wir eine Kaffeepause in Detzem. Am Sonntag ist es schwer Proviant zu besorgen, deshalb gab es nur mitgebrachte Power-Riegel und Äpfel. Die Strecke nach der Pause zog sich. Der Wind und diese ständigen Radweg-Schleifen an Gasthaus A und Gasthaus B vorbei nervten. Am Ende legten wir noch mal ein Zielsprint ein und erreichten unser Gasthaus in Bernkastel-Kues nach etwa 90 Kilometern.

Ardennen Tour – 3. Tag

Der Tag startet mit einem einfachen aber dafür guten und vor allem großzügigem Frühstück. Prinzipiell kann man das Hotel mit Pizzaria „Giorgi“ in Bastogne nur wärmstens empfehlen. Die Pizza bzw. Pasta am Vorabend war auch schon sehr gut.

Kräftig gestärkt ging es dann auf die Tour. Wir erwarteten ungefähr die gleiche Herausfordung wie am Tag zuvor. Der gesamt Anstieg von ca. 1000m und die Distanz von ca. 100km sollte laut Planung vergleichbar sein. Einziger Unterschied war das es insgesamt ungefähr 700 m bergab gehen, also die Abfahrten überwiegen sollten.

Überraschenderweise stellte sich heraus, dass die Strecke deutlich leichter zu bewältigen sein sollte. Die Straßen waren besser so das jede Abfahrt auch wirklich ausgerollt werden konnte. Außerdem waren wir froh, dass sich das monotone Auf und Ab in immer wiederkehrenden Szenen vor gleicher Landschaft vom Vortag endlich erledigt hatte. Was die Psyche so alles ausmacht! Selbst Baustellen konnten uns nicht aufhalten.

Nach 70 Kilometer und einiger Ortsschildsprints stoppten wir in Bour (Luxemburg). Wir aßen einen kleinen Snack und füllen unsere Wasserflaschen auf. Frisch gestärkt brachten wir auch die letzten Abfahrten hinter uns – und auch einen fiesen 16% Anstieg der sich wie eine senkrechte Wand anfühlte.

Nach den ersten Kilometern am Mosel Ufer erreichten wir auch schon unser Tagesziel Nittel. Bei Moselwein aus dem Ort und leckeren Speisen ließen wir den Abend ausklingen.

Ardennen Tour – 2. Tag

Heute standen 100 flache Kilometer von Liege nach Bastonge an. Wie sich unterwegs raus stellte haben wir uns gestern Abend wohl verguckt, flach war es heute nicht.

Es fing zwar flach und idyllisch an, aber nach etwa 30km war es vorbei mit flach, es ging Berg auf. Immer wieder. Die anschließenden Abfahrten waren entweder kurz oder aufgrund der miserablen Straße nicht schnell abzufahren.

Aufgrund von Problemen am Umwerfer ist Ginos Auswahl an Gängen etwas beschränkt. Ein Stopp beim Fahrradladen an der Strecke half nicht wirklich. Er sagte nur es sei ein altes Fahrrad.

In Manhay machten wir eine kurze Pause, gönnten uns frisches Wasser und ein paar Bananen.

Die letzten 20 Kilometer zogen sich wie Kaugummi. Die Straße verlief immer nur gerade aus und eine lang gezogenen Steigung folgte quasi auf die nächste, die regelmäßigen Kilometerangaben auf der Straße machten es nicht gerade leichter.

In Bastonge spazierten wir noch ein wenig durch die Sträßchen, gönnten uns belgische Schokolade und stärkten uns mit Pizza und Pasta.