Neunte Etappe auf dem Hellweg

Der letzte Tag auf dem Rad begann ungewiss. Hat der Kollege vom Rad Kreuz in Berlin das Hinterrad repariert oder konnte er keine Hammerspeichen auftreiben? Auf dem Weg zum Radladen stoppten wir noch schnell auf ein Frühstück. Gestärkt ging es wieder quer durch Berlin, an Teilen der Mauer vorbei am Görlitzerpark entlang bis zum Fahrradladen.

Die Jungs vom Rad Kreuz haben ganze Arbeit geleistet und das Hinterrad von Matze repariert. Das Teil ist jetzt mit den Reparaturen fast doppelt so viel Wert wie vorher.

Vom Radladen ging es wieder zurück gen Osten von Berlin. Hinterrad montierten, Taschen packen und los geht die Tour nach Küstrin mit 3 Stunden Verspätung. Danke noch mal an Aimee für die nette Unterkunft.

Erstmal aus Berlin raus, wurde auch der Verkehr weniger. Leider ging auch der Radweg nicht weiter. Anders als uns die Karten vom ADFC glauben ließen, ist die B1 an der Stelle nicht für Fahrräder freigegeben. Nach etwas hin und her ging es dann über einen Umweg auf den Radwanderweg (R1, Route 3).

Radwanderweg bedeutet übrigens nicht das man da mit dem Rennrad gut fahren kann, Kopfsteinpflaster und Sandpisten machten es besonders schwer. Zum Teil gehts aber auch durch schöne Dörfer und Gemeinden. Letzteres macht bei Dauerregen aber dann auch nicht wirklich gute Laune. Nach dem großen Regen waren wir pitsch nass und haben uns an einer Bushaltestelle umgezogen bzw. warm angezogen bevor es weiter ging.

Wir pausierten nur kurz in Buckow bei Wasser, Banane und Harzer Roller und flott ging es weiter in Richtung Küstrin. Dort wartete schließlich haus-geräucherter Rotbarsch und Forelle auf uns! Bei Trebnitz entschlossen wir uns wieder auf die B1 zurück zukehren und den direkten Weg nach Küstrin zu nehmen.

Circa 20km vor dem Ziel holte uns das Gewitter wieder ein. Platzregen und Wind sorgten dafür das die gerade getrockneten Sachen wieder schön nass wurden. Der Regen ließ uns noch mal etwas schneller in die Pedalen treten. Wir wollten bloß ankommen und dachten: „Forelle und Rotbarsch wir sind gleich da!“ Immer das frisch eingespeichte Laufrad im Hinterkopf. Da schmerzt dann jedes Schlagloch nicht nur am A…. sondern auch im Kopf!

In Küstrin-Kiez ging es durch Geisterstadt ähnliche Gebiete. Bis zur Oder nach Polen. Das Ziel war erreicht! Hier wurde extra für uns ein Schild errichtet, der unsere Leistung noch einmal abschließend würdigte! 🙂

Von der Oder ging es noch mal 5km zurück zum Fischerreihof Schneider – natürlich wieder durch Platzregen. Dort abgekommen wurde schnell heiß geduscht, um wieder aufzutauen. Dann ging es bei herrlichem Sommerwetter an die Forelle, Rotbarsch und Bier!

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