STiKK – das Licht im Lenker braucht Unterstützung

Gestern erreichte mich eine Anfrage von Fabian Ludwig, zur Unterstützung des STiKK auf Kickstarter. Falls ihr einen geraden (leicht gebogen ist auch noch ok) Lenker mit unauffälligem Licht für 50€ versehen wollt, dann ist das vielleicht genau das richtige für euch. Da das Projekt in 11 Tagen ausläuft, es aber eigentlich schade wäre wenn es nicht finanziert wird… hier der Aufruf an euch: schaut euch das Projekt doch mal an.

JugendstilBikes_STiKK

Ich selbst hatte keine Gelegenheit das STiKK zu testen oder in der Kürze der Zeit mit Fabian persönlich zu sprechen. Wie ihr aber wisst sind wir hier bei JugendstilBikes große Fans von Technik, die sich auch an klassischen Rädern gut und vor allem optisch unauffällig nutzen lässt.

Update 11.02.2016
Das Kickstarter Projekt STiKK wurde nicht ausreichend finanziert, aber es feht wohl weiter mit STiKK: „We still believe in STiKK and we still want it to „light“ the streets. The next few weeks, we are going to analyze which levers need to be adjusted to get this thing running the way it deserves.

 

Lezyne Micro Drive Fahrradlampe im Test

Nachdem es nun wieder kalt und dunkel geworden ist, ist ein gutes Fahrradlicht häufig sehr nützlich. Wir haben die Lezyne Micro Drive Fahrradlampe mal genauer unter die Lupe genommen.

Sowie im Front-, als auch im Rücklicht ist eine , sehr helle, LED eingebaut. Beide Lichter bestehen aus einem sehr beständigen und harten CNC-gefrästen Almuminiumgehäuse. Es gibt sie in Schwarz, wie hier auf den Bildern zu sehen oder in Silber. Dabei bringt das Frontlicht 200 und das Rücklicht 70 Lumen auf die Straße. Mit einem Gewicht von nur 50g sind die Lichter vergleichsweise auch sehr leicht.
Zum Lieferumfang gehört jeweils eine Halterung für den Lenker, beziehungsweise für die Sattelstange. Separat kann auch eine Halterung für den Helm erworben werden.

Die Lampen sind verstellbar in verschiede Modi, lässt man zum Beispiel das Frontlicht bei 200 Lumen („Overdrive Modus“) laufen, hält der Akku nur eine Stunde. Den Akkustand der Lampen kann man jederzeit im eingeschalteten Zustand an der Farbe der LED sehen, im ausgeschalteten Zustand der Lampen kann man ihn mit einem kurzen Druck auf den ON/OFF Schalter abrufen.

Lezyne Micro Drive Frontlicht

FL1 StandardOverdriveEnduroEnduro, BlasEconomyFlash 1Flash 2
Helligkeit in Lumen20010015050100100
Akkulaufzeit in Stunden1:002:151:304:304:304:30

Lezyne Micro Drive Rücklicht

FL1 StandardDaytime 1Daytime 2Flash 1Flash 2PulsBlastEconomy
Helligkeit in Lumen,7070303030305
Akkulaufzeit in Stunden3:153:158:008:008:004:0024:00

Schön ist, dass die Lampen sehr schnell in die Halterung geklippt bzw. auch entfernt werden können. So muss nichts demontiert werden, falls man das Fahrrad doch mal abstellt. Außerdem gibt es die Halterungen für ein paar wenige Euro nachzukaufen. Was einem doch ein etwas besseres Gefühl gibt, da diese am Fahrrad verbleiben. Ein weiteres tolles Feature der Lampen ist, dass man sie per USB aufladen kann. Dabei erfolgt das Laden über den an der Rückseite der Lampe integrierten USB Port. Man kann die Lampen am Laptop, aber auch an einem normalen USB Stecker aufladen. Für unterwegs bietet sich die Ladung an einem Akkupack an.

Fazit:

Ich persönlich finde die Lezyne Micro Drive eignen sich super für kurze Strecken innerhalb der Stadt und auf unbeleuchteten Wegen. Wegen der kurzen Akkulaufzeit kann man mit ihnen leider keine weiten Strecken fahren, allerdings ist die Auflademöglichkeit via USB wirklich sehr nützlich. Insgesamt ein sehr gutes Produkt, trotz des mit knapp unter 70€  etwas höheren Preises in dieser „Lumenklasse“.

Gemini Lights Duo im Test

Die dunkle Jahreszeit hat uns wieder voll im Griff und schon am Nachmittag ist Licht am Fahrrad nützlich. Wir haben uns die Gemini Lights Duo mal genauer angeschaut und ausprobiert.

In der Gemini Lights Duo sind wie ihr Name schon vermuten lässt zwei sehr helle LEDs verbaut. Aus dem schicken und stabilen Gehäuse aus hart-eloxiertem Aluminium strahlen bis zu 1500 Lumen auf die Straße.

Mit nur 63 Gramm spürt man die Lampe kaum und kann sie bequem auf dem Helm tragen. Lediglich der Akku schlägt mit 122 Gramm (2600mAh) oder 229 Gramm (5200mAh) kräftig ins Gewicht.

JugendstilBikes.de - Gemini Lights Duo im Test

Zum Lieferumfang gehört unter anderem auch eine Halterung für den Akku, welche es möglich macht diesen unterhalb des Helms zu befestigen.

Neben Lampe und Akku bekommt man für 200 Euro auch noch folgendes Zubehör:

  • Kopfgürtel zum Verwenden der Lampe als Strinlampe
  • Klettbänder zur Befestigung des Akkus am Oberrohr
  • O-Ring zur Montage der Lampe am Lenker
  • Helmhalterung für die Lampe
  • Verlängerungskabel (X Meter)
  • Ladekabel

Wir haben die Gemini Lights Duo mit dem großen 5200mAh Akku getestet, wie viel Leistung der Akku noch verfügbar hat, kann man einfach an dem Leuchtschalter auf der Rückseite der Lampe ablesen. Grün bedeutet 100-20% Akku und hält 2h bei 1500 Lumen. Orange 20-10% Akku und  rot 10-0%. Bevor das Licht ausgeht, schaltet die Lampe sich in einen Sparmodus (300 Lumen) und der Leuchtschalter blinkt rot. Letzteres ist bei 1500 Lumen nach knapp 2:36 Stunden geschehen (bei ca. 10° Umgebungstemperatur). Im Sparmodus haben wir die Lampe noch weitere 3 Stunden betrieben, ohne das die Lampe erlosch. Nach knapp 4 Stunden an der Steckdose war der Akku wieder voll geladen.

Die Lampe kommt ab Werk mit 3 voreingestellten Leuchtstufen, „Low“ mit 300 Lumen, „Mid“ mit 900 Lumen und „High“ mit 1500 Lumen. Diese lassen sich von 150 Lumen bis 1500 Lumen in Schritten von 150 Lumen frei programmieren.

Fazit:

Ich persönlich empfinde das große Akku-Pack an der Rückseite des Helms als unangenehm, vielleicht ist das kleine komfortabler. Mit der Gemini Lights Duo am Lenker und dem Akku am Oberrohr oder, dank Verlängerungskabel (ca. 8 Euro), in der Satteltasche ist es deutlich angenehmer. Die Lampe selbst leuchtet alles weg was ihr in den Weg kommt und der Akku hält bei mittlerer Leuchtstärke fast 7 Stunden aus. Die Bedienung ist simple und das Feedback über die verschiedenen Farben des Leuchtschalter ideal. Insgesamt ein gutes Produkt für in dieser „Lumenklasse“ schmales Geld.

Hammerhead Fahrrad-Navi

Der Hammerhead macht aus eurem Smartphone ein waschechtes Navigationsgerät für das Fahrrad. Es ist ein LED-Display zur Richtungsanzeige am Lenker. Es wird mittels BLE (Bluetooth Low Energy) mit Karten-Apps verbunden, um euch zu einer bestimmten Adresse zu leiten oder einer vorher festgelegten GPX Route eurer Tracking-App zu folgen. Und wer gern frei wie der Wind unterwegs sein möchte, der kann es auch nur als Kompass oder Richtungsanzeiger zu einer bestimmten GPS-Koordinaten benutzen.

JugendstilBikes_hammerheadAnimation

Mit der hauseigenen und kostenlosen App kann man darüber hinaus auch seine sportlichen Leistung aufzeichnen und zum Beispiel einem anderen Fahrer folgen. Neben den LEDs zur Richtungsanzeige gibt es noch zusätzliche Beleuchtung nach vorn und zur Seite. Mit 15 Lumen ist diese aber eher zur Erhöhung der eigenen Sichtbarkeit. Der Akku des Hammerhead wird per USB geladen und hat eine Laufzeit von 14-20h. Vorher macht tendenziell also eher euer Smartphone schlapp.

Das Team hat das Produkt erfolgreich per Dragon Innovation sponsern lassen. Ihr könnt den Hammerhead jetzt noch für umgerechnet 60€ plus 15€ für internationaler Lieferung (im September) vorbestellen.

Die Erleuchtung in 2014

Drei innovative Fahrradbeleuchtungen verfolge ich bereits seit einiger Zeit. Die Entwicklung wird langsam so konkret, dass ich euch die Produkte vorstellen möchte. Es handelt sich bei allen um ehemalige Kickstarter-Projekte .

Magnic Light

Das besondere am Magnic Light ist die Technik mit der die elektrische Energie induktiv und damit berührungslos und reibungsfrei aus der Bewegung des Laufrades erzeugt wird. Es gibt bereits andere Induktions-Lösungen wie von uns bereits in dem Beitrag Ohne Ende Licht vorgestellt. Jedoch beruht das Magnic Light auf dem Wirbelstromprinzip, wodurch ein Strom in die rotierende Aluminiumfelge induziert wird. Dieser Wirbelstrom erzeugt ein Magnetfeld was zusätzliche Magnete im Laufrad überflüssig macht. Sie sind derzeit mit 250$ für zwei Front- und ein Rücklicht noch relativ teuer und schwer zu bekommen. Hoffentlich ändert sich das in 2014.

Revolights

Effektvoll setzt euch das Revolight ins rechte Licht. Die Erfinder haben einen geteilten LED-Ring entwickelt, der von beiden Seiten an die Felge geklemmt wird. Die elektrische Energie kommt von einer Batterie im Laufrad. Die LEDs leuchten an der Felgenflanke vorbei und erhellen die Umgebung und dabei auch die Flanke der Felge. Dadurch wird die seitliche Sichtbarkeit und ein ziemlich cooler Effekt garantiert. Hinzu kommt eine elektronische Steuerung, die jeweils nur bestimmte LEDs aktiviert. Dadurch leuchten die weiße LEDs des Vorderrads den Weg nach Vorn und die roten LEDs des Hinterrads nach hinten. Das Set kostet im Store 229$. Ich hoffe, es wird auch noch eine Variante ohne Batterie geben.

XLERAD

Es handelt sich bei dem XLERAD um ein Smart-Licht. Das heißt der batteriebetriebene Scheinwerfer kann durch integrierte Sensoren feststellen ob ihr schnell, kurvenreiche oder auf einer unebene Strecke unterwegs seid. In diesen Fällen wird das Licht automatisch erhöht. Dabei wird die Batterie und die Temperatur der LED berücksichtigt, so dass kurzzeitig mehr Licht erzeugt werden kann, als im Dauerbetrieb möglich wäre. Ist die Batterie fast am Ende wird automatisch Energie gespart. Leider war die Finanzierung vor einigen Tagen auf Kickstarter nicht erfolgreich. Eine passende smarte Rückleuchte gibt es derzeit auch noch nicht.

Perfekt wäre für mich eine Mischung aus dem induktiven Magnics Lights Systems, dem Beleuchtungsprinzip der Revolights und der Intelligenz eines Smart-Lichts. Lasst uns gespannt bleiben auf die Entwicklungen in 2014.

Tipps für die kalte Jahreszeit

Im Süden ist es schon passiert und den Rest des Landes wird es wohl auch noch treffen, Schnee! Das weiße Zeugs, das im Winter vom Himmel fällt, erinnert ihr euch?

jugendstilbikes_winter

Doch nicht nur der Schnee und das dann oft folgende Streusalz machen dem Fahrrad zu schaffen, auch Wind und Regen gehen an die Substanz von Rad und Fahrer. Für alle, die das Abenteuer Winter auch auf dem Fahrrad verbringen im folgenden ein paar Tipps, die die Zeit etwas angenehmer zu machen:

Beleuchtung
Gute Beleuchtung ist ein Muss, man wird besser gesehen, sieht besser und muss sich nicht durch die Nacht blinzeln. Am Besten ist ein gescheiter Nabendynamo, da hier der Verschleiß am geringsten ist. Wer keinen hat und nicht umrüsten möchte, sollte dem guten alten Dynamo vertrauen oder in eine Batterie-/Akkulösung investieren. Letztere sollte eine gewisse Qualität haben, damit es nicht zu Ausfällen aufgrund von extremer Kälte oder Nässe kommt. Ersatzbatterien am besten auch direkt kaufen. Ich empfehle neben guter Beleuchtung auch gute Bekleidung. Sie hält trocken und warm und fällt in der Dunkelheit auf.

Bremsen
Nicht nur im Winter, aber gerade dann sollte man einen Blick auf die Bremsen werfen. Sind die Bremszüge in einem guten Zustand, ist noch genug Gummi auf den Bremsbelägen und packen die Bremsen noch ausreichend? Wird es rutschig sollte man beim Bremsen vorwiegend die Hinterradbremse verwenden. Kräftiges Bremsen mit der Vorderradbremse könnte zum Ausbrechen des Vorderrads inklusive Sturz führen.

Schaltung / Kette
Um böse Überraschungen zu vermeiden am Besten beides ordentlich reinigen und anschließend gut schmieren. Wo Öl ist, kann kein Wasser eindringen. Öl ist jedoch nicht gleich Öl, hier sollte man schon synthetisches Kettenöl verwenden. Beim Ölen gilt, weniger ist mehr; das Öl sparsam auf ein Tuch auftragen und auf Kette und Schaltung verteilen. Ein Blick auf Umwerfer und Schaltzüge darf nicht fehlen, die Schaltung muss flüssig laufen und darf nicht haken.

Reifen
Ein Reifenwechsel wie beim Auto ist nicht notwendig, sofern die Reifen noch in einem guten Zustand sind und man nicht durch den Tiefschnee fahren möchte. Für letzteres gibt es Spikes. Bei Schnee kann der Reifendruck reduziert werden um die Auflagefläche der Reifen zu erhöhen, hierbei sollte man das für den Reifen angegebene Minimum jedoch nicht unterschreiten.

Rahmen
Um Korrosion durch Streusalz, Split oder Sand zu verhindern sollte man seinen Drahtesel nach jedem Ausritt reinigen. ADFC Experten empfehlen dafür lauwarmes Wasser und einen Lappen oder Fahrrad-Shampoos. Hochdruckreiniger oder Dampfreiniger sind tabu, diese treiben den Schmutz nur in die tiefsten Ecken und da bekommt man ihn so leicht nicht mehr raus. Um den Schmutz erst gar nicht so weit kommen zu lassen, am Besten Schutzbleche ans Rad schrauben. Für ein paar Euro kann man damit Wasser, Dreck und Steine von Rahmen und Fahrer fern halten. Wer nicht nach jeder Tour Lust und Zeit hat sein Rad mit lauwarmen Wasser zu reinigen, dem empfehle ich das Rad mit dem Handfeger von grobem Schmutz zu befreien.

Wie kommt ihr durch den Winter?

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Fahrradklamotten beim Discounter um die Ecke

Noch auf der Suche nach Klamotten für die Wintersaison? ALDI Süd bietet seit heute mal wieder Fahrradbekleidung und Zubehör an.

Vom Radlerunterhemd (€ 7,99) über das langarm Trikot (€ 9,99) bis zur auffälligen Softshell-Jacke (€ 15,99) ist alles dabei. Regenjacke (€ 14,99),Hose (€ 12,99), Handschuhe (€ 4,99) und Socken (€ 2,49) sind natürlich auch zu haben.

Neben der Bekleidung gibt es auch was für’s Bike, und zwar Licht (€ 9,99) und Speichenreflektoren (€ 4,99).

Die Klamotten sind für den Preis sicherlich tragbar, das Zubehör auch günstig aber letzteres für mich keine Kaufoption.

Was meint ihr? ALDI als Alternative zur teuren Rose-Regenjacke oder doch gleich zu Vaude?

Ohne Ende Licht

Heute habe ich die Reelight Sl150 Steady Light Compact für 35€ bekommen. Da ich das Prinzip dieser Beleuchtung sehr gut finde, wollte ich sie euch kurz vorstellen.
Es handelt sich um ein induktives System bei dem ein Dauermagnet an die Speichen des Laufrads geklemmt und die Lampe an der Achse montiert wird. Die Lampe besitzt zwei LEDs und ebenfalls einen Magneten mit Spule sowie etwas Elektronik. Der Magnet im Laufrad treibt damit berührungslos einen Strom, der wiederum die LEDs zum leuchten bringt. Die Montage ist super einfach und der Look ist einzigartig aufgeräumt für ein batterieloses Lampenset.
Reelight verkauft diese Lampensets in unterschiedlichen Ausführungen. Ich liste mal nach steigendem Preis.

  • Die SL100 blitzen (Strobo-Effekt) solange sich Rad dreht.
  • Die Sl120 blitzen auch noch kurze Zeit weiter nachdem ihr angehalten habt.
  • Die SL150 blitzt nicht, sondern leuchtet durchgehend und auch noch kurze kurze Zeit weiter nachdem ihr angehalten habt.

Dann gibt es noch eine Extended Version die für Scheibenbremsen in Frage kommt.
Weiterhin gibt es auch die SL500 und SL600 Serien, die für die Montage am Sattelrohr, Lenker, Gabel, etc pp geeignet sind.

Der Titel Ohne Ende Licht bezieht sich auf die Tatsache, dass euch mit diesem Lampenset der Strom nicht ausgehen wird weil sie eben nicht mit Batterie betrieben wird aber eben auch auf ein Seitenläufer- oder Nabendynamo verzichtet werden kann. Ideal für Rennräder! Ob das Lampenset auch wirklich ausreichend Licht liefert werde ich Testen und später meine Erfahrungen posten.